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Red Hat entsendet Max Spevack nach Europa

Der ehemalige Fedora-Projektleiter Max Spevack hat Pläne für einen längeren Aufenthalt in Europa veröffentlicht. Der beim US-Distributor Red Hat angestellte Entwickler kommt unter anderem mit dem Auftrag aus den USA angereist, die europäische Fedora-Community zu pflegen und Marketingaufgaben zu erfüllen.

Erst vor Monatsfrist hat Spevack die Leitung des Fedora-Projekts abgegeben. Nun hat er seine persönlichen Ziele nebst den von Fedora und Red Hat für ihn formulierten auf den Projektseiten veröffentlicht. In Red Hats Zeitrechnung hat mit dem 1. März das Geschäftsjahr 2009 begonnen, weswegen Spevack von den Zielen für 2009 spricht. Eines haben die unterschiedlichen Aufträge gemeinsam, sie spielen sich in Europa ab.

Seine Mission lässt sich wohl so zusammenfassen: Fedora und Red Hat haben Europa als starken Linux-Markt entdeckt. Eine von Spevack veröffentlichte Karte weist das europäische Gebiet als eines mit hoher Fedora-Dichte aus. Nun sei es Zeit, dort die Community zu pflegen, zu unterstützen und - nicht zuletzt - zu leiten, lässt Spevack wissen. Als Standort für seine kommenden Aufgaben als Community-Builder und -Leader hat er sich die Niederlande ausgesucht.

Zu den Zielen für Fedora zählt die Organisation der FUDCON im September und die Teilnahme am Linuxtag und der FOSDEM. Spevack soll nebenbei auf vielen europäischen Events zugegen sein und vor Ort die Zusammenarbeit mit den lokalen Communities pflegen. Neben den Marketingaspekten zählen auch Hilfestellung für europäische Entwickler und konkrete Projekte zu Spevacks Tätigkeiten. Unter anderem soll ein Web-basiertes Tool zur Erstellung von angepassten Fedora-Ausgaben entstehen.

Red Hat gibt dem Europa-Botschafter ebenfalls Aufträge mit auf den Weg. Success-Storys und die Vertiefung der Zusammenarbeit mit tschechischen Entwicklern zählen dazu. Außerdem soll Spevack mit JBoss-Entwicklern Kontakt aufnehmen.

Wie berichtet hat sich bei der FOSDEM der Fedora EMEA e. V. mit Sitz in Deutschland gegründet. Mit dem Verein dürfte Spevack ebenfalls Kontakt aufnehmen.

(Ulrich Bantle)
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