Red Hat Enterprise Linux 5.4 auf Virtualisierungskurs
Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist in Version 5.4 erhältlich. Mit dieser Release möchte der Hersteller die Grundlage für zukünftige Virtualisierungsprodukte und Cloud Computing schaffen.
Red Hat Enterprise Linux 5.4 konzentriert sich in erster Linie auf die Bereiche Virtualisierung und Cloud Computing. Das neue Release soll denn auch als Basis für das noch für dieses Jahr geplante Produkt Red Hat Enterprise Virtualization dienen. Mit dem neuen RHEL 5.4 ist Red Hat laut eigenen Angaben der erste Anbieter, der sowohl Intel VT-d als auch Single-Root I/O Virtualization der PCI-SIG unterstützt. Kunden, die für die Virtualisierung noch auf Xen setzen, beruhigt Red Hat damit, dass die Firma dafür über den vollen Lebenszyklus von RHEL 5 Support anbietet, wenn sie auch ansonsten in Zukunft auf KVM setzt.
Beim aktuellen RHEL 5.4 handelt es sich um ein Update des Red Hat Enterprise Servers 5, große Änderungen gibt es bei den Versionsnummern keine: Als Kernel kommt weiterhin 2.6.18 zum Einsatz, der allerdings sehr viele Backports enthält, so etwa auch den aktuellen WLAN-Stack, Ext4- und XFS-Support sowie ein ganzes Set von Patches für den Virtualisierungssupport. Details zu den Änderungen am Kernel liefern die Technical Notes zu RHEL 5.4. Beim GCC gibt es neu auch die aktuelle Version 4.4.
Auf dem Desktop hat Red Hat die Unterstützung für Audio- und Videokarten verbessert, zudem soll jetzt der Suspend-Modus mit Andock-Stationen besser funktionieren. Auch hier muten die Versionsnummern eher archaisch an: KDE-Nutzer erhalten 3.5.4, Gnome ist mit Version 2.16 an Bord.
Kunden, die über eine aktive Subscription von RHEL 5 verfügen, erhalten die neue Version automatisch per Update. Wer jetzt eines der Serverprodukte von Red Hat kaufen möchte, muss für den Advanced Server in der günstigsten Konstellation mindestens 280 Euro bezahlen, die Preise für die Desktop-Variante beginnen bei 60 Euro.





