Red Hat Directory Server 8 bringt Sicherheitsverbesserungen
15.01.2008
Der amerikanische Linux-Distributor Red Hat hat den Red Hat Directory Server in Version 8 veröffentlicht.
Die Codebasis für den Authentifizierungsserver stammt aus dem freien Projekt Fedora Directory Server, vermarktet wird das Produkt gemeinsam mit der Unternehmensversion des Herstellers, Red Hat Enterprise Linux (RHEL). In der Version 8.0 war ein vorrangiges Ziel die möglichst vollständige Kompatibilität mit dem hauseigenen Installationsprogramm RPM, wie die Entwickler in ihrer Erklärung zur Produktveröffentlichung schreiben. Damit können Anwender den standardisierten Update-Prozess nutzen, den der Hersteller über das hauseigene Red Hat Network zur anbietet. Als aktuelles Anwenderbeispiel verweisen sie auf die Universität Basel, wo der Zugang von rund 15.000 Studenten auf die Universitätsrechner mit dem Red Hat Directory Server gesteuert wird.
Als weitere Neuerungen in Version 8.0 nennt Red Hat neben besserer Unterstützung von IPv6 vor allem weitere Sicherheitsfunktionen. Überarbeitet wurden beispielsweise Passwort-Syntax-Regelungen, und die Software erhält nun bereits in der Voreinstellung ein SE-Linux-Profil. Zusätzlich integriert wurde ein Modul, das von der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde NSS (National Security Service) zertifiziert wurde. Damit will das Unternehmen die Sicherheitsanforderungen der amerikanischen Behörden namens FIPS (Federal Information Processing Standards) erfüllen. Hinzugekommen sind beim Red Hat Directory Server 8 weitere Plattformen; die Software läuft nun sowohl mit den Versionen RHEL 4 und 5 wahlweise auf 32-Bit und 64-Bit-Plattformen, außerdem unterstützt wird die 64-Bit-Itanium-Plattform HP-UX 11i und die 64-Bit-SPARC-Rechner mit Solaris 9.
Die Technologie für den Directory Server kaufte das Linux-Unternehmen von AOL/Netscape. Die Quellen des Netscape Directory Server gab Red Hat kurz darauf im Sommer 2005 frei. Mittlerweile ist der Fedora Directory Server Teil eines neuen, breiter angelegten Projekts mit der Bezeichnung freeIPA, das sich mit Identitätsmanagement, Verfahrensrichtlinien (Policy) und Auditierung für Unix- und Linux-Betriebssysteme befasst.
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