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Red-Hat CEO Whitehurst: Open Source ist besser und schneller

Der Red-Hat Chef Jim Whitehurst zieht nach seinem ersten Jahr an der Spitze des Linux-Distributors eine Zwischenbilanz und spricht über Zukunftspläne, dabei sieht er sein Unternehmen dank Open Source klar im Vorteil gegenüber der proprietären Konkurrenz.

Whitehurst konnte für 2008 weiter steigende Gewinne vermelden, und nicht zuletzt dank Open Source betrachtet er Red Hats Zukunft weiter rosig. Grund zum Tiefstapeln sieht er nicht, und so übertitelt er seinen Rück- und Ausblick als "Lage zur Rede der Nation" (State of the Union for Red Hat). Das Jahresergebnis seines Unternehmens liefert ihm Anlass zum Optimismus: "Im Fiskaljahr 2008 wurde Red Hat das erste Open-Source-Unternehmen, das die 500-Millionen-Dollar-Marke bei den Umsätzen überschritten hat, und wir konnten 27 Quartale in Folge fortlaufend steigende Umsätze verzeichnen", so Whitehurst. Bereits im Dezember 2008 prognostizierte der Red-Hat-Chef im Gespräch mit Linux-Magazin Online weiter steigende Chancen für Open Source durch die Wirtschaftskrise, und diese Einschätzung sieht er bestätigt. Er schreibt: "Im aktuellen wirtschaftlichen Abschwung werden IT-Budgets zusammengestrichen, während die Ansprüche an Performance, Qualität und Innovation weiter steigen". Seiner Meinung nach eine gute Ausgangssituation für Open Source.

Eine Hauptursache für den Wettbewerbsvorteil sieht der ehemalige Chief Operating Officer von Delta Airlines vor allem im steten Wechsel von Geben und Nehmen in der Open Source Community. "In den letzten dreizehn Monaten habe ich Kunden und Partner auf der ganzen Welt getroffen und großartige Geschichten von Unternehmen gehört, die Red Hat und Open Source nicht nur nutzen, sondern auch zurückgeben." Diesen Austauscheffekt will er verstärkt nutzen, um die Software und Angebote an den Marktanforderungen und -bedürfnissen auszurichten. Als strategisch besonders bedeutsam für die Produktpalette bezeichnet er zwei Unternehmensakquisitionen im letzten Jahr: Im September hatte Red Hat den Virtualisierungsanbieters Qumranet gekauft, bereits im März wurde der SOA-Dienstleisters Amentra übernommen. Er fasst zusammen: "Obwohl Red Hat wohl klein ist im Vergleich zu den proprietären Giganten, die wir herausfordern, unsere Open-Source-Kultur wirbt für den freien Austausch von Ideen und ermöglicht uns, schneller bessere Software zu machen."

(Britta Wülfing)
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