Der Hersteller sieht die Minor-Release als Baustein seiner neuen Wartungszeit von 10 Jahren für die Enterprise-Distribution (wir berichteten). RHEL 5 wird nun bis 2017 unterstützt. Die neue Version erlaubt statt 128 virtueller CPUs für KVM-Gäste nun 250, daneben erfuhren auch die Bootzeiten der virtualisierten Gäste sowie die Stabilität des KVM-Hosts Verbesserungen.

Daneben gibt es nun Unterstützung für PCI-E-3.0-Hardware sowie Quality of Service (QoS) für das Laufzeit-Powermanagement. IP over Infiniband (IPoIB) wird nun vom Systeminstaller konfiguriert, daneben überwacht das neu aufgenommene Tool Iotop den Datendurchsatz auf Prozessebene. Neue Treiber liefert Red Hat für aktuelle Netzwerk-, Storage- und Grafik-Hardware.

Auf Seiten der Security gibt es ein Update von OpenSCAP, der Implementierung des Security Content Automation Protocol. Daneben haben die US-Behörden RHEL 5 die Konformität mit den Empfehlungen für sichere Konfiguration (USGCB) bescheinigt. Mark Cox, Director of Security Response bei Red Hat, kommentiert in seinem Blog die sicherheitsrelevanten Updates von RHEL 5.7 bis 5.8. Daneben gibt es wie üblich die ausführlichen Technical Notes des Herstellers.