Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  NEWS  »  Quelloffene Unternehmensanwendungen: Hoppla, jetzt kommen wir  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

Quelloffene Unternehmensanwendungen: Hoppla, jetzt kommen wir

Das Marktforschungsunternehmen IDC hat für eine Studie über quelloffene Unternehmensanwendungen 515 westeuropäische Entscheider befragt. Ergebnis: Open Source greift nach dem Markt für Business Applications.

Open-Source-Lösungen für ERP (Enterprise Ressource Planning) und CRM (Costumer Relationship Management) hätten einen kritischen Verbreitungsgrad erreicht und sollten "auf dem Radar jedes Softwarehersteller 'Piep' machen", wie IDCs Mitteilung veranschaulicht. Der Leiter der Untersuchung, Bo Lykkegaard, ist davon überrascht: "Wenn man bedenkt, dass Open Source in Gesprächen über Firmenanwendungen gar nicht vorkommt, sind die über fünf Prozent Anteil von Back-Office- und CRM-Anwendungen bei den Befragten erstaunlich", so der Däne gegenüber Linux-Magazin Online. Der Anteil von Programmen für Security (etwa von Clam), für Systemmanagement (zum Beispiel von Hyperic) oder Contentmanagement (wie von Alfresco) ist noch größer. Am deutlichsten beanspruchen Anbieter quelloffener Software jedoch die Reviere Betriebssystem und Datenbank: Nach IDCs Zahlen nutzt ein Drittel der Befragten Linux oder ein freies Unix als Betriebssystem, und über ein Viertel setzt Datenbanken wie MySQL oder PostgreSQL ein.

Die zunehmende Stärke quelloffener Lösungen beobachtet der Wirtschaftswissenschaftler auch anhand der Firmenführung. "Anbieter wechseln vom Start-up-Modus in den Markterweiterungsmodus", so Lykkegaard. "Dafür gibt es klare Zeichen: Sie holen wichtige Wirtschaftsveteranen ins Management und externes Kapital, wachsen über 20 Prozent pro Jahr, verfügen über ein Vertriebsnetzwerk und Referenzen." Als Folge des neuen Players ist laut IDC ein Preiskampf zu erwarten. Das ist gut für die Kunden, die sowieso vor allem aus Geldgründen zugreifen: Die Unternehmen nannten vor allem fehlende Lizenzkosten und kleinere TCO als Motiv (Total Cost of Ownership). Hinderungsgründe für den Einsatz von Open Source sind zumeist Sorgen um Supportlevel und Softwarequalität. Die Anwender benehmen sich auch sonst unideologisch und setzen oft auf gemischte Umgebungen. Die Anbieter nutzen vielfältige Produktpaketierungen, bei denen IDC mit der Zeit auch neue Ideen erwartet, zum Beispiel eine CRM-Appliance auf Subskriptionsbasis.

Die 30-seitige Studie ist für rund 4.500 US-Dollar auf der IDC-Webseite erhältlich. Die Befragungsergebnisse enthalten Einzelprofile der fünf Open-Source-Anbieter Compiere, Openbravo, XTuple, SugarCRM und Vtiger. Diese Unternehmen bekommen derzeit die meiste Presseaufmerksamkeit, begründet Lykkegaard die Auswahl, "und zeigen die größte Marktreife. Außerdem zählt Sourceforge für sie die meisten Downloads."

(Anika Kehrer)
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Vorträge vom Open Source Forum der Cebit sind online
Research Master 3.0: Notizen unter Linux, Mac und Windows
OpenAFS mit Unicode-Unterstützung für Windows
Cebit Open Source 2011: Call for Projects startet
Anjal - Evolution-Frontend für Netbooks
Online-Artikel: Open-Source-Wirtschaft in Berlin braucht Optimisten
Whitepaper
Daten Migration - Eine Publikation von Bloor Research

Datenmigrationsprojekte überschreiten häufig das Budget, neigen zu Verzögerung und werden unter Umständen komplett abgebrochen. Bloor Research ist eines der weltweit führenden IT-Forschungs-, Analyse- und Beratungsunternehmen und wird in dem vorliegenden White Paper die wichtigsten Aspekte dieser Problematik näher beleuchten. Ferner werden praktische Empfehlungen für erfolgreiche Migrationsprojekte gegeben, die Sie auf Ihr nächstes Projekt übertragen können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele

Über die letzten Jahre hinweg haben sich Open Source Lösungen als fester Bestandteil des gesamten Datenintegrationsmarktes etabliert. Viele Unternehmen haben bereits das Open Source Modell für Ihre Datenintegrationsprojekte aufgegriffen. Das vorliegende White Paper illustriert anhand ausgewählter Fallstudien und Anwendungsbeispiele die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)