Qt und Android
Das Projekt Necessitas, das Qt-Programme fit für Android machen will, arbeitet unter den Fittichen der Qt-Stiftung weiter.
Necessitas lässt sich seit Anfang 2011 als offizielles KDE-Projekt führen, Ziel ist die Möglichkeit, Android-Apps auf Qt-Basis entwickeln zu können. Jetzt gehört Necessitas auch zur Qt Foundation, was auch den Realitätssinn der Qt-Community in Sachen mobiler Anwendungen widerspiegelt - dass Qt-fähige Betriebssysteme wie Symbian OS und Meego absehbar eine vergleichbare Marktbedeutung wie das mobile Google-System erlangen, darf als beliebig unwahrscheinlich gelten. Auch Digia, die Trägerin der Qt-Entwiclung, will in Necessitas investieren. Mit dem aktuellen Beta-Code, der auf Qt 4.8 beruht, lassen sich dem Vernehmen nach schon einzelne Android-Apps übersetzen.
Passend zu den organisatorischen Vorgängen ist gerade die IDE Qt Creator 2.6 erschienen, die dank Necessitas nun das Entwickeln von Andoid-Apps unterstützt - allerdings ist die Funktionalität noch als experimentell deklariert. Den gleichen Status nehmen der Support für Gerrit, ein Git-GUI, und für die Versionsverwaltung Clearcase.ein. QNX als Zielplattform dagegen besitzt den Produktiv-Status. Das Fortführen des Symbian-Support ist dagegen ins Stocken geraten.
Für die Programmierpraxis bedeutend ist der Wechsel von Targets weg zu Kits: Bislang transportieren Targets die Spezifika einzelner Zielsysteme auf recht starre Weise.Die neuen Kits kombinieren frei definierbare Zielgerät, Qt-Version und die jeweils geeigneten Compiler, Debugger und so weiter.





