Open Source im professionellen Einsatz

Qt-Projekt verabschiedet sich von Apples Webkit

14.09.2013

Das Toolkit Qt wird als Browser-Engine künftig Blink verwenden, den Webkit-Fork aus dem Chromium-Projekt.

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Das teilt der Qt-Entwickler Lars Knoll in einem Blogeintrag mit. Er führt einige Argumente auf, warum sich das Projekt für Blink als künftige Qt-Webengine entschieden hat. Chromium sei als Cross-Platform-Software auf allen Desktop-Betriebssystemen sowie auf Android verfügbar, ähnlich wie Qt. Bei Apples Webkit sei das nicht mehr der Fall. Zum anderen enthalte Blink bereits Features wie Web-RTC, die Qt ohne Mehraufwand übernehmen könne. Diese beiden Punkte ersparten dem Qt-Projekt Arbeit, die es stattdessen auf ein benutzerfreundliches API und nahtlose Qt-Integration verwenden könne. Dazu käme noch die gute Qualitätssicherung bei Chromium, dem Browser, der außerdem die progressivste Entwicklung aufweise.

Knoll räumt allerdings ein, dass Chromiums Sicherheitskonzept mit getrennten Prozessen für einzelne Browsertabs eine Änderung des Qt Webkit API und des QObject-Embedding erforderlich machen wird. Er beruhigt bestehende Qt-Webkit-Benutzer allerdings: Es werde vorerst weiter funktionieren, und das Projekt werde sich bemühen, den Umstieg auf die neue Webengine möglichst problemlos zu gestalten.

Für Qt Webkit soll es keine neuen Features mehr geben, die Entwickler werden sich nach der Release von Qt 5.2 im Herbst 2013 auf die neue Blink-Webengine konzentrieren. Sie soll als Technology Preview bereits zusammen mit 5.2 verfügbar sein, eine stabile Release soll es mit Qt 5.3 im Frühjahr 2014 geben. Weitere Informationen sollen sich künftig im Wiki des Qt-Projekts finden.

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