Das Unternehmen Qi Hardware hat GTK+-Anwendungen mit DirectFB auf OpenWRT zukuftsweisend zum Laufen gebracht. Das Besondere: DirectFB übernimmt an Stelle eines X-Servers die Funktion der Grafikverarbeitung. Zusammen mit OpenWRT bedeutet das ein schlankes System auf dem Mini-Gerät Nanonote, ohne auf grafische Widgets verzichten zu müssen.

Seit Anfang August 2009 bewegt der Berliner Entwickler Mirko Vogt für Qi Hardware das ansonsten auf Routern eingesetzte Embedded-Linux OpenWRT dazu, mit dem ausklappbaren Handheld Nanonote zusammenzuarbeiten. Seinem privaten Blog sind Messergebnisse für die GTK-Performance zu entnehmen, die er mit dem von ihm auf die benötigte Bildschirmgröße zurecht gepatchten GTKperf gewonnen hat - ein in die Jahre gekommener GTK-Benchmark, dessen letzte Version 0.4 laut der Projektseite bei Sourceforge von 2005 datiert. Er beurteilt in seinem Blogeintrag die GTK-DFB-Verbindung auf der Mini-Hardware als vielversprechend.

Das Nanonote arbeitet mit einer Xburst-CPU des chinesischen Herstellers Ingenic (336 MHz), verfügt über 32 MByte RAM und ein ausklappbares Drei-Zoll-Display mit 320 mal 240 Bildpunkten. Zugeklappt misst das Gerät 10x 8 x2 Zentimeter. Das Gerät ist nach Unternehmensangaben darauf ausgelegt, von Haus aus ein Linux mitzubringen, ansonsten unter dem Motto "Freedom redesigned" hardware- und softwareseitig als Open-Source-Plattform zu Entwicklerprojekten anzuregen. Es sollte diesen Herbst auf den Markt kommen. Preise sind noch nicht bekannt.