Open Source im professionellen Einsatz

Qemu 2.10 erschienen

31.08.2017

Die freie Virtualisierungssoftware Qemu kennt in der neuen Version 2.10 weitere Befehle für emulierte NVMe-Geräte und unterstützt das LUKS-Verschlüsselungsformat für Qcow2.

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Das Changelog für Qemu 2.10 listet Änderungen für die verschiedenen unterstützten Prozessoren auf, darunter Alpha, 68k, ARM, Microblaze, Mips, Nios 2, Open Risc und Power PC. So kommt der Exynos 4210 nun mit Hardware-PRNG-Devices zurecht, mit SDHCI sowie mit Poweroff. Für Power PC unterstützt Qemu nun Power-9-Gäste mit KVM. Neuerdings funktioniert Net BSD wieder, für Solaris 9 und seine Vorgänger stellt Qemu hingegen den Support ein.

Betriebssysteme und Prozessoren, auf die das Qemu-Team keinen Zugriff hat, funktionieren in der aktuellen Version zwar weiterhin, das Projekt könnte den Support künftig allerdings einstellen. Dazu zählen etwa der ia64-Prozessor und die Betriebssysteme K-Free BSD, Dragonfly BSD, Open BSD, Solaris, AIX und Haiku.

Die Option "-device" schickt einige der bisherigen Optionen in Rente, darunter "-hdachs" (für die Festplattenaufteilung), "-usbdevice" (für USB-Geräte) sowie die zu "-drive" gehörigen Schalter "serial", "trans", "secs", "heads", "cyls" und "addr". Anstatt der Monitoring-Befehle "usb_add" und "usb_del" sollte der Anwender nun "device_add" und "device_del" verwenden, "host_net_add" und "host_net_remove" ersetzt er mit "netdev_add" sowie "netdev_del".

Mit der Option "-numa cpu" lassen sich CPUs über Socket-, Core- oder Thread-IDs auf Nodes verteilen. NVMe-Geräte können nun Nullen schreiben, außerdem beherrschen emulierte NVMe-Geräte nun Controller-Memory-Puffer. Die Grafiktreiber "qxl" und "virtio-gpu" kennen zwei neue Eigenschaften für die Standard-Displayauflösung "xres" und "yres". Qcow2 beherrscht jetzt das LUKS-Verschlüsselungsformat, welches ein User über "-o encrypt.format=luks,encrypt.key-secret=secret-object" aktiviert.

Zu den Dingen, die noch fehlen, gehört der Support für neuere Versionen von Raspbian. Grund sei, dass der Raspberry-Pi-Implementierung noch einige Funktionen fehlen. wer Qemu testen möchte, findet den Quellcode der Software in der Download-Sektion. Das komplette Changelog für Qemu 2.10 findet sich hier.

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