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Q3 2009: Novell mit Umsatzrückgang in der Gewinnzone

Der Umsatz von Novell ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, aber die Zahlen sind schwarz. Novell beschließt das dritte Quartal 2009 mit 17 Millionen Dollar Gewinn.

Der Umsatz sank gegenüber den vergleichbaren Quartal 2008 von 245 Millionen US-Dollar auf 216 Millionen. Der Löwenanteil der Einnahmen entfällt mit gut 160 Millionen auf Subskriptionen und Maintenance. Die Bereiche Software-Lizenzen und Services (wie technischer Support oder Training) spielten jeweils nur 27 beziehungsweise 25 Millionen in die Kasse. Mit Linux-Produkten verdiente Novell 38 Millionen und damit 22 Prozent mehr als im dritten Quartal 2008.

Alle anderen Umsatzquellen gaben weniger her als vor einem Jahr: Identity, Access und Compliance Management erbrachte 28 Millionen und ging damit um 16 Prozent zurück. System- und Ressourcen-Management brachte mit 40 Millionen zwar mehr ein als die meisten anderen Segmente, der Umsatz war aber dennoch um 15 Prozent rückläufig. Das Zugpferd im Stall mit 81 Millionen Dollar Umsatz sind die Kollaborationsprodukte des Workgroup-Segments, die aber ebenfalls 12 Prozent weniger einspielten. Novells genaue Aufschlüsselung nach Produkten und Segmenten ist in der Meldung.

Vor einem Jahr musste der Inhaber von Suse-Linux noch 15 Million Dollar Verlust melden, Ende 2008 16 Millionen. Für die gesamten Geschäftsjahre 2008 und 2007 fielen ebenfalls rote Zahlen an, auch wenn 2008 nur knapp unter Null lag. Anfang 2009 machte Novell wieder Gewinn.

Eine Zeit lang fuhr Novell einen Sparkurs, dem auch Arbeitsplätze zum Opfer fielen. Weiter strich das Unternehmen seine jährliche Hausmesse Brainshare für 2009, ebenso den Auftritt auf der Cebit 2009.

Dass Novell mit seinen Linux-Produkten inzwischen deutlich wächst, schlägt sich auch bei der von Novell geförderten freie Distribution Opensuse nieder. Auf dem Linuxtag im Juli betonte Novell-Mitarbeiter Will Stephenson im Gespräch mit Linux-Magazin Online die Offenheit und enge Zusammenarbeit mit der Community. Im August schließlich stellte Novell ein eigenes Entwicklerteam speziell für Opensuse ab.

(Anika Kehrer)
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