Der russische Antivirenspezialist Kaspersky Labs hat nach eigenem Bekunden einen ersten Virus entdeckt, der sich speziell Linux-iPods widmet.
Der richtet zwar weder Schaden an, noch kann er sich alleine installieren, doch als Proof of Concept soll der Podloso genannte Virus zeigen, wohin künftige Entwicklungen im Schädlingswesen gehen könnten. Er funktioniert nur unter iPodLinux, ein von einem Linux-Projekt entwickelte Lösung für den iPod.
Eugene Kaspersky berichtet im Internet Security Weblog über die Machbarkeit eines Viruses, der iPods, die mit iPodLinux laufen, infizieren könne. Er beschreibt Podloso als typisches Proof-of-Concept-Beispiel, das den möglichen Übergang von Schadcode auf andere Geräte als Computer demonstrieren soll.
Podloso hat in den Laboren von Kaspersky alllerdings Startprobleme. Eugene Kaspersky schreibt, dass es die Entwickler mehrere Versuche gekostet habe, den Schädling zum Laufen zu bekommen. Als Grund nannte er Fehler im Programmcode des Virus. Diese hatten auch zur Folge, dass der iPod mehrfach abstürzte.
Podloso erinnert an den ebenfalls von Kaspersky entdeckten und im vergangenen Jahr an die Öffentlichkeit gebrachten Virus.Linux.Bi.a. Kuriosum am Rande: Linus Torvalds hatte damals persönlich einen Kernel-Patch geschrieben, der einen Fehler im Compiler bereinigte und nebenbei auch das Funktionieren des Viruses ermöglichte. Torvalds nannt Virus-Linux-Bi.a eher ein Programm, das Dateien dorthin schreibt, wo es sie hinschreiben darf, als einen Virus. Zudem sei das Umgehen des Compiler-Bugs für einen ernsthaften Angreifer kein Problem.



