Open Source im professionellen Einsatz

Pop OS: System 76 entwickelt eigene Linux-Distro

30.06.2017

Mit Pop OS präsentiert System 76, Hersteller von Hardware mit vorinstalliertem Linux, eine eigene Ubuntu-basierte Distribution, deren Desktop dem Benutzer nicht "im Weg sein soll".

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Warum System 76 ein eigenes System entwickelt und nicht einfach bereits vorhandene Systeme verwendet, erklärt Ryan Sipes, der Community-Manager, in einem Interview mit Consumeit.io. Man wolle mehr Kontrolle über das eigene Produkt und kenne die eigenen Kunden und ihre Bedürfnisse. Man habe drei Jahre lang auf Unity 8 gewartet und wolle nicht länger darauf vertrauen, dass eine Firma die Features implementiert, die die Kunden verlangen.

Eine weitere Zusammenarbeit mit Canonical soll es dennoch geben. Kunden haben ab Oktober die Möglichkeit, zwischen Pop OS 17.10, einem Fork von Ubuntu Gnome mit eigenen Themes und Treibern oder einem regulären Ubuntu 16.04 LTS zu wählen. Längerfristig will die Firma offenbar auch den Support für Mobilplattformen verstärken, angepeilt ist dafür Version 18.04: Man habe beim Warten auf Unity 8 in der Luft gehangen, nun habe man "ein Ziel", eine Plattform und könne einen "unglaublichen" Linux-Desktop bauen.

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