Open Source im professionellen Einsatz

Parrot 3.8 verbessert DNS

15.09.2017

Die Distribution Parrot richtet sich mit ihren vorinstallierten Werkzeugen an Sicherheitsexperten und Penetration-Tester. Die jetzt freigegebene Version 3.8 basiert auf (dem kommenden) Debian 10, aktualisiert die Software und bringt Verbesserungen beim der Auflösung von DNS-Namen mit.

189

Parrot 3.8 nutzt jetzt als Unterbau den aktuellen Entwicklungsstand von Debian 10 (und somit den Testing-Zweig). Als Kernel kommt Linux 4.12 zum Einsatz. Freuen dürfen sich Anwender zudem über die Unterstützung des Dateisystems ZFS und besseren WLAN-Treiber-Support. Die Desktop-Umgebung MATE liegt in Version 1.18 vor, dazu gibt es GCC 6.4 und 7.2 sowie Java 9. Sämtliche zum Download angebotenen Parrot-Editionen bringen zudem mit Electrum einen schlanken Bitcoin-Client mit.

Des Weiteren haben die Entwickler die in der Vorversion enthaltenen Probleme bei der DNS-Namensauflösung behoben. Parrot 3.8 wählt zudem die DNS-Server jetzt nach einer Round-Robin-Methode aus. Das System wechselt dabei zwischen dem per DHCP angebotenen DNS-Sever und den von den Parrot-Entwicklern betriebenen OpenNIC-Knoten. Dies soll die DNS-Zensur erschweren. Die OpenNIC-Knoten der Parrot-Entwickler stehen allerdings noch nicht auf der OpenNIC-Server-Liste, die Entwickler hoffen aber, sie in der Zukunft hinzufügen zu können.

Auch die „Lite“-Edition von Parrot hat einige Änderungen erfahren. So haben die Entwickler einige überflüssige Pakete entfernt, um das System schlanker und schneller zu machen. Im Gegenzug haben sie LibreOffice an Bord geholt. Die Parrot-Ausgaben „Studio“ und „AIR“ profitieren nur von den allgemeinen Änderungen, weitere Neuerungen gibt es dort nicht.

Ähnliche Artikel

  • Parrot 3.6 veröffentlicht

    Die Distribution Parrot richtet sich an Sicherheitsexperten und bietet eine anonyme und sichere Arbeitsumgebung. Seit dem Wochenende liegt die neue Version 3.6 vor, die nur wenige Neuerungen mitbringt, dafür aber das bestehende System verbessert.

  • Parrot 3.7 veröffentlicht

    Die Distribution Parrot richtet sich mit ihren vorinstallierten Tools vor allem an Sicherheitsexperten und Penetration-Tester. In der neuen Version 3.7 werkelt nicht nur der Linux-Kernel 4.11, sie basiert auch auf dem Testing-Branch von Debian 10.

  • Parrot 3.5 veröffentlicht

    Die auf Debian basierende Distribution Parrot richtet sich mit seinen zahlreichen vorinstallierten Tools an Penetration-Tester und Computerforensiker. Die neue Version 3.5 aktualisiert in erster Linie die Pakete und den Unterbau.

  • FOSDEM 2008: Perl 6, PHP 6 und JRuby

    Auf der FOSDEM-Konferenz in Brüssel war der Samstagnachmittag modernen Skriptsprachen gewidmet.

  • Virtuelle Maschine Parrot in Version 1.0 erschienen

    Nach Jahren der Entwicklung ist Version 1.0 der virtuellen Maschine Parrot für Perl, Python und andere dynamische Sprache erschienen. Ob sie nun ihren Platz in der Welt der Software-Entwicklung finden wird, scheint fraglich.

comments powered by Disqus

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.