Das auf dem Quark-Mikrokernel basierende und in Teilen quelloffene System unterstützt PC-basierte Pegasos-Rechner von Genesi sowie Entwicklerboards mit Freescale-CPUs, welche die Genesi Firmware nutzen (etwa Efika). Original-Amigas mit PPC-Upgrade werden nun anscheinend nicht mehr unterstützt.

Viele teils lange erwartete Neuerungen sind integriert, beispielsweise ein TCP/IP Stack, der 3D-beschleunigte Ambient Desktop (quelloffen), der Poseidon USB-Stack, der KHTML-basierende Sputnik-Browser, Unterstützung von FAT-Laufwerken und eine stark verbesserte OpenGL 3D-API. Eine vollständige Liste aller Neuerungen findet sich auf der Homepage.

Ganz in der Tradition von AmigaOS-Entwicklern besticht das System durch Flexibilität und einen massiven Optimierungsgrad, der bei anderer moderner Software fast nicht mehr zu finden ist. So wurde MorphOS stark Altivec-optimiert, ist unglaublich klein und extrem schnell. Das MorphOS-Team gibt keine Zahlen für MorphOS 2.0 an, aber der Vorgänger installierte sich OSnews zufolge in gerade einmal fünf Minuten, bootete in fünf Sekunden und belegte lediglich 15 MByte auf der Festplatte.

Auch Version 2.0 bleibt natürlich weiterhin abwärtskompatibel zum AmigaOS, so dass User auf die über 78.000 Softwarepakete auf dem Aminet zurückgreifen können. Spezielle Systembibliotheken erleichtern die Portierung von Linux-Anwendungen auf MorphOS, weswegen bekannte Linux-Projekte wie Mplayer, Mencoder, Blender oder Mame schon lange auf dem Exoten-Betriebssystem lauffähig sind.

MorphOS 2.0 ist regulär für 150 Euro erhältlich, die nächsten 2 Wochen zum Einführungspreis von 111,11 Euro. Eine kostenlose Testversion, welche nach einer halben Stunde das System verlangsamt, steht zum Download bereit.