Open Source im professionellen Einsatz

Owncloud 8.1 verbessert LDAP-Support und ändert Release-Modell

08.07.2015

Eine Reihe von Änderungen bringt das neue Owncloud 8.1 mit. Admins profitieren ebenso davon, wie Nutzer und Entwickler.

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Vier neue Release Channel bieten Owncloud für Admins in unterschiedlichen Varianten an. Das Modell erinnert an das von Firefox. Vollständig getestete Releases, die aber nicht die neuesten Features enthalten, stecken im "Production"-Channel, der "Stable"-Channel bietet die letzte stabile Version an. Wer es experimenteller mag, kann die "Beta"- oder gar "Daily"-Channels benutzen. Zugleich will Owncloud seine Software im Drei-Monats-Rhythmus veröffentlichen.

Die Software selbst soll schneller laufen, Dateien schneller kopieren und deutlich fixer löschen. Owncloud 8.1 soll zudem mit parallelen Anfragen von Nutzern besser zurecht kommen und pro Cloud-Server-Instanz bis zu 50 Prozent mehr Nutzer verkraften. Die Entwickler haben den LDAP-Assistenten beschleunigt, er unterstützt nun zudem verschiedene Auto-Detection-Funktionen. Die Performance für Mounts lässt sich nun feiner einstellen: Der Admin bestimmt, ob er Verschlüsslung und Vorschaubilder verwendet und wie oft die Software nach Änderungen der eingehängten Ressource schaut. Unter dem Schlagwort "Encryption 2.0" bringt Owncloud 8.1 zudem die Möglichkeit mit, Schlüssel extern zu verwalten, etwa auf den eigenen Servern. Es hilft, dass die Software zugleich verschiedene Verschlüsselungs-Backends unterstützt.

Die Owncloud-Macher haben unter anderem am LDAP-Support gearbeitet. (Quelle: owncloud.org)

Für Entwickler beschreiben die Owncloud-Macher nun, wie sie Apps in den plattformeigenen App-Store bekommen. Es gibt 190 Ergänzungen zum Owncloud-API, 50 Funktionen gelten als veraltet. Wer Inhalte teilen will, erhält nun bessere Informationen dazu, was wiederum zu einem besseren Benutzererlebnis für externe Anwendungen führt. Nutzer von Owncloud profitieren von der besser integrierten und inhaltlich optimierten Dokumentation. Sie können zudem Inhalte dank Federated Cloud ID einfacher mit anderen Owncloud-Instanzen teilen. Daneben warten zahlreiche kleine Änderungen (Papercuts).

Einen allgemeinen Überblick der neuen Features gibt es hier, Admins werfen am besten einen Blick in die Server-Dokumentation. Server und Clients lassen sich über den Downloadbereich herunterladen.

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