Der Verleger gab sich angetan, dass sich die Obama-Regierung für offene Akten und Open-Source-Software als Garant für gleichberechtigten Zugriff auf Informationen einsetzt. In seiner Keynote schwor er das Oscon-Publikum auf die neue Interessengruppe "Open Source für Amerika" ein.

O'Reilly betonte, dass man Regierungen als "Mittel zum Zweck gemeinschaftlichen Handelns" begreifen müsse. Der jüngste Impuls für mehr Offenheit an der Staatsspitze, ergänzte er, habe zu großer Nachfrage nach erfahrenen Open-Source-Entwicklern geführt, die freiwillig ihre Zeit und Expertise einbringen. "Gemeinschaftliches Handeln ist mehr als gemeinschaftliches Jammern. Wenn Ihr echtes Interesse habt, gebt nicht nur Eure Stimme - gebt Eure Hand."

Open Source in der Regierung prägte den ganzen ersten Tag mit Vorträgen über Wahlprüfungen, "Hacking the Open Government" oder "Bürokraten, Technokraten und Policy-Pauker: Wie und warum die Regierung sich Open Source zuwendet". Das Thema "Open Government" reflektiert das zunehmende Interesse der Vereinigten Staaten daran, im öffentlichen Dienst generierte Informationen - die also den Menschen gehören - für jeden Bürger gebührenfrei erreichbar zu machen, ohne sich in Herstellerabhängigkeiten oder Lizenzkosten zu stürzen.