Oracle stellt auf seiner Hausmesse Open World in San Francisco eine eigene Virtualisierungssoftware namens Oracle VM vor, basierend auf der freien Virtualisierungslösung Xen.
Oracle VM soll neben der Open-Source-Software mit dem Hypervisor Xen eine Browser-basierte Management-Konsole bieten sowie eine eine grafische Oberfläche, mit der virtuelle Server verwaltet werden können. Das Unternehmen wirbt für seine Virtualisierungsvariante mit der einfachen Installation: In einem einzigen Vorgang soll der Anwender sowohl die Virtualisierungssoftware wie auch die Unternehmensanwendungen installieren und später aktualisieren können. Als Gastsysteme werden Linux- und Windows-Betriebssysteme unterstützt, darunter die hauseigene Red-Hat-Variante Oracle Enterprise Linux, Red Hat Enterprise Linux (RHEL), Windows 2003 und XP.
In der Produktmeldung nimmt Oracle für seine Virtualisierungssoftware in Anspruch, dass diese bis zu dreimal schneller sei als die anderer Hersteller. Ähnliche Zahlen gab es vor wenigen Tagen, als der Linux-Hersteller Red Hat die aktualisierte Version seiner Unternehmenssoftware Red Hat Enterprise Linux inklusive Virtualisierung Xen vorstellte (wir berichteten). Nicht nur bei der Virtualisierung orientiert sich Oracle an dem Linux-Hersteller: Mit der hauseigenen Linux-Version unter dem Namen Oracle Unbreakable Linux hatte der Hersteller einen direkten Angriff auf das Linux-Unternehmen Red Hat gefahren, dass dieses mit der Aktion "Unfakeable Linux" gekontert hatte.
Die Oracle Virtualisierungslösung wird als Teil einer Produktfamilie vorgestellt, worunter die hauseigene Middleware und weitere Unternehmens-Anwendungen fallen. Diese Strategie unterstreicht auch das zweite Kernthema der Hausmesse, Applikationsintegration. Oracle bezeichnet das als Application Integration Architecture Foundation Pack.
Ab dem 14. November soll Oracle VM auf der Webseite des Herstellers zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen, Geld verdienen will Oracle mit dem Support. Der Preis für den Unternehmenssupport ist pro System mit bis zu zwei CPUs 499 US-Dollar pro Jahr, für unbegrenzte CPUs sollen 999 US-Dollar pro Jahr fällig werden.
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