Oracle versucht in der Debatte um die Zukunft der Datenbank MySQL und der daraus resultierenden Prüfung durch die EU-Kommission Klarheit zu schaffen.
In einem 10-Punkte-Plan stellt Oracle in Aussicht, die im Zuge der Übernahme von Sun Microsystems erworbene freie Datenbank weiter zu pflegen und kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die EU-Kommission hatte erhebliche Bedenken gegen die Übernahme von Sun, weil zu befürchten stehe, dass Datenbankspezialist Oracle die MySQL-Sparte zugunsten des eigenen Datenbankprodukts fallenlassen könnte.
Oracle hat nun zehn Vorschläge unterbreitet, die dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung entgegenstehen sollen. Darunter finden sich Zusagen, die Storage Engine API weiterzupflegen und zur Verfügung zu stellen. Außerdem werde Oracle Dritten, die eine kommerzielle Lizenz von Sun gekauft haben, die gleichen Bedingungen anbieten.
Der Datenbankspezialist sichert außerdem zu, MySQL unter der GPL weiterzuentwickeln. Es werde keine kommerzielle Version geben, zu der es nicht auch ein freies Pendant gäbe, lautet das Zugeständnis.
Wie berichtet befindet sich Oracle wegen der Übernahme von Sun im Zwist mit der EU-Kommission.
Die EU-Kommission hat am Montag verlautbaren lassen, dass die Vorschläge Oracles auf Wohlwollen gestoßen seien und bestätigt, sich nun in einer konstruktiven Diskussion mit Oracle zu befinden.
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Mir fällt doch auf, dass die "Storage Engine API" z.B. nicht die InnoDB-Engine umfasst, ohne die MySQL meiner Meinung nach wenig wert ist. InnoBase gehört schon seit 2005 zu Oracle. Wie viel ist die Aussage zur "Storage Engine" ohne Plugins wert, ohne die sie nicht läuft?
Zweifler,
14.12.2009 13:28