Die Softwareverwaltung und Inventarisierungslösung Opsi ist in der Version 3.2 erschienen.
Mit der neuen Version lassen sich mehr Systeminformationen über die verwalteten Clients auslesen und die automatisierte Installation von kompletten Clients wurde verbessert.
Das von der Umwelt Informatik Büro GmbH in der Basisversion unter der GPL veröffentliche Management-Werkzeug verwaltet in erster Linie Windows-Clients. "In Linux-Distributionen oft bereits integrierte Sicherheitsrepositorys müssen unter Windows gesondert betrachtet werden", erklärte Geschäftsführer Detlev Oertel im Gespräch mit Linux-Magazin Online. Ein unter Linux betriebener Depotserver verwaltet dabei Einstellungen, Softwarereleases und Spezifikationen der Hardware. Der Server läuft auf allen wichtigen Enterprise-Distributionen. Fertige Pakete werden für Debian bereitgestellt, ein Image für VMware kann ebenfalls auf der Website heruntergeladen werden.
Die verwalteten Clients erhalten einen Agenten, der beim Booten oder vor einem Login nach neuen Softwarepaketen oder Updates Ausschau hält. Eine Integration für Linux-Clients ist aktuell nicht im Produktumfang enthalten, kann aber im Rahmen von Projekten hinzugefügt werden, erklärt Oertel auf Nachfrage. Denkbar sei beispielsweise ein Zusammenspiel mit der Softwareverwaltung FAI. Cannonical hatte mit Landscape eine ähnliche Management-Lösung für Ubuntu angeboten. Für die auf Debian aufsetzende Enterprise-Distribution UCS ist eine angepasste Version von Opsi verfügbar.
Neben der Pflege und Inventarisierung von Clients, die nach Angaben des Herstellers den Anforderungen der IT Infrastrukture Library (ITIL) genügt, vermag Opsi auch komplette Systeme automatisiert zu installieren. Die Software unterstützt dabei eine automatisierte Installation von Windows 2000 und XP oder das Aufspielen kompletter NTFS-Images. Grundsätzlich können mit dem Mechanismus auch Linux-Clients installiert werden, die dann jedoch nicht in den Genuss der Verwaltung durch einen Agenten kommen.
Verwaltet wird Opsi über eine in Java implementierte Konsole, die entweder der Depotserver über das Web anbietet oder die Anwender auch direkt auf einem Linux- oder Windows-System installieren können.
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