Open Source im professionellen Einsatz

Openstack Summit: Opensource, Live Demos und Edward Snowden

09.05.2017

Beim Openstack Summit in Boston hat Mark Collier, Geschäftsführer der Openstack Foundation bei der zweiten Keynote am Dienstag Partner und Projekte zu Live-Demonstrationen auf die Bühne gerufen. Edward Snowden war zudem per Videokonferenz zugeschaltet.

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Open Source First, lautete Colliers Credo. Nur mit freier Software seien die Herausforderungen im Computing Zeitalter zu meistern. Dass die Kombinierbarkeit der Projekte und native Cloudfähigkeit die geeigneten Mittel für diesen Zweck sind, kommt aus dem Mund des COO der Openstackfoundation nicht ganz zufällig. Auch Collier schwor die einzelnen Projekte und Partner darauf ein, zusammenzuarbeiten und Grenzen zu überwinden, seien sie nun geografisch oder zwischenmenschlich oder zwischen einzelnen Communities. Die größte Herausforderung bedeute deshalb die Überwindung von Not invented here (NIH), also der Scheu bestehender Technologie einzusetzen. In vielen Bereichen sei es nicht nötig, das Rad neu zu erfinden.

John Griffith von Netapp und Kendall Nelson von der Openstack Foundation und Mark Collier (rechts). Quelle Linux-Magazin

In einer ersten Demo zeigte IBM-Entwicklerin Julia Kreger, wie sich der Bare-Metal-Service Ironic mit dem Networking-Service Neutron auf einem Standalone-System, das auf der Bühne stand, einrichten lässt. Auf diesem System richteten dann John Griffith von Netapp und Kendall Nelson von der Openstack Foundation Cinder mit Docker-Tools als Blockspeicherservice ein. Die Demo sollte belegen, wie einfach es ist, die diversen Backends von Cinder zu nutzen. Nach einigen Vertippern von Kendall Nelson auf der Konsole meinte der gut gelaunte Mark Collier, dass man sich auch auf die Fahne geschriebene habe, im Laufe der Summit-Woche beim Openstack Summit Komplexität abzubauen, und es sei ja erst Dienstag.

Versuchsaufbau von Jakub Pavlik Director Product Engineering von Mirantis

Jakub Pavlik Director Product Engineering Mirantis zeigte dann auf der Bühne, wie sich mit Kubernetes und Openstack eine Big-Data-Anwendung aufsetzen lässt, die mit Spark, Kafka und dem Hadoop-Dateisystem arbeitet. Pavlik nutze die Anwendung dann, um eine Echtzeitanalyse der beliebtesten Hashtags bei Twitter über die Streaming-API des sozialen Netzwerks durchführte.

Edward Snowden war bereits am Vortag als Gaststar per Videozuschaltung angekündigt worden. Der Whistleblower sprach sich für freie Software aus und lobte Openstack als offene und anpassbare Infrastruktur, mit der Nutzer die Kontrolle über ihre Daten zurückgewinnen können.

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