Mit den ursprünglich veranschlagten 20.000 Dollar wollte Projektleiter Jonathan Thomas eigentlich nur dem neu entwickelten Unterbau des Videoeditors den letzten Feinschliff verpassen. Als die Spenden auf Kickstarter in die Höhe schossen, fügte er kurzerhand ein paar weitere Ziele (die sogenannten Stretch Goals) hinzu.

Dank des neu geschriebenen Unterbaus erscheint die neue Version auch für Windows und Mac OS X. Einstellungen lassen sich zukünftig über Kurven beziehungsweise Gummibandlinien im Laufe der Zeit verändern. Damit können Benutzer etwa den Ton langsam ausblenden oder Clips weicher skalieren lassen. Passende Presets vereinfachen die Anwendung.

Ebenen erlauben zukünftig komplexere Compositings. Die Benutzeroberfläche greift auf Webkit zurück. Themes lassen sich daher in HTML5, JavaScript, Jquery und CSS schreiben. Gleichzeitig haben die Entwickler die Zeitleiste überarbeitet, die jetzt etwas intuitiver zu bedienen ist. Anwender dürfen sich zudem über weitere Ausgabeformate und ein verbessertes Beschneiden-Werkzeug freuen.

Des Weiteren erhält OpenShot eine Video Render Queue. Dank ihr können Anwender ein Projekt mehrfach mit unterschiedlichen Einstellungen exportieren, wobei OpenShot diese Aufgaben dann nacheinander und im Hintergrund abarbeitet. Ergänzend gibt es einen Video Editing Server, der rechenintensive Aufgaben auf mehrere Maschinen in einem Netzwerk verteilt.

Der Server soll vor allem das Rendering beschleunigen. Abschließend spendieren die Entwickler noch eine Anbindung an die Skriptsprache Python.
Wer für das Projekt auf Kickstarter gespendet hat, bekommt abhängig von der Höhe der Spende verschiedene Boni. So haben die Entwickler unter anderem T-Shirts und USB-Sticks mit dem OpenShot-Logo ausgelobt.