Obwohl das Projekt betont, dass nach all den Änderungen in OpenSSH 5.1 die neue Version 5.2 vor allem Bugfixes enthalte, gibt es doch einige Neuerungen.
Sicherheitstechnisch verweist die neue Version den CBC-Modus (Cipher Block Chaining) in die zweite Reihe, so dass Open SSH zukünftig per default bevorzugt das Counter-Verfahren AES-CTR anwendet. Außerdem wappnete das Projekt seine Software gegen Angriffe nach Art der CPNI-Warnung 957037: Im November letzten Jahres war bekanntgeworden, dass mehrere Versionen von OpenSSH bis zu 32 Bit ihrer verschlüsselten Informationen preisgeben, wenn Anwender den CBC-Modus benutzen. Jetzt liest SSH trotzdem bis zum Ende, wenn es im CBC-Modus eine falsche Paketlänge entdeckt, anstatt die Verbindung gleich abzubrechen. Das soll das Informationsleck stopfen, das durch die Verhaltensänderung vorzeitiger Abbrüche entsteht.
Gegenüber Open SSH 5.1 bringt das Update weitere neue Kommandozeilenoptionen und kleinere Funktionsverbesserungen mit. Zum Beispiel lenkt die neue "ssh -y"-Option die Logs in das Systemlog um, und dynamisches Port-Forwarding ist an einigen Stellen poliert. Alle ausgemerzten Bugs verrät das Changelog.
OpenSSH entstammt der Open-BSD-Welt, wo sich ein eigenes Team um die Verwendbarkeit auf anderen Systemen kümmert. Die Mirrors mit diesen Portable-Versionen der BSD-Software halten auch eine Diff-Datei mit den Unterschieden der beiden Versionen bereit.
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele
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