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OpenITIL-Fragenkatalog und Desktop-Benchmarksuite

Auf ihrem Open-Source-Tag hat die Lisog einen Fragenkatalog zu Incident und Problem Management nach ITIL mit Open-Source-Software vorgestellt. Daneben präsentierte sie den aktuellen Stand der Linux-Benchmarksuite für Desktop-Systeme.

Darüber hinaus tritt die Lisog-Taskforce OpenITIL, initiiert unter anderem von Thomas Peruzzi (Premium IT Solutions) und der FH Salzburg, mit den Zielen an, eine Marktübersicht zu freier ITIL-Software zu schaffen und das Bewusstsein für dieses Thema in der Open-Source-Welt zu schärfen. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie "Welche freien Tools existieren? In welchen Bereichen der komplexen und aufwendigen ITIL-Prozesse können Open-Source-Werkzeuge bereits heute hilfreich sein und eventuell Kosten einsparen? Die Lisog-Taskforce soll ihre Arbeit im Dezember planmäßig mit einer Präsentation der Ergebnisse abschließen.

Darauf aufbauend untersucht die FH Salzburg in einer Studie die Nutzbarkeit von Open-Source-Software gemäß den ITIL-Vorgaben. Fragen wie "Können Störungsdatensätze mit einem Problem verknüpft werden?" stehen klassifizierte Antwortmöglichkeiten wie "Voll", "Weitgehend", "Teilweise" oder "Nicht zutreffend" gegenüber. Interessierte Anwender finden ein ausführliches Thesenpapier zu OpenITIL als PDF-Dokument auf der Lisog-Website.

Das ebenfalls auf dem Open-Source-Tag präsentierte Kooperationsprojekt "Linux-Benchmarksuite für Desktop-Systeme" soll Anforderungen für die Beschaffung von geeigneten Arbeitsplatzrechnern klarstellen. Beim Kick-off am 7. November konnten sich die Mitwirkenden bereits auf zahlreiche Details einigen. So sollen Performance-Messungen für Desktop und Notebooks durchgeführt werden. Ziel dabei sei es, die "Office Productivity" zu messen. Die Benchmarksuite soll betriebssystemunabhängig und abwärtskompatibel sein und komplett der GPL unterliegen.

Als erstes Ergebnis der Initiative können sich Interessierte bereits einen Überblick über die definierten Anforderungen an die Benchmarksuite verschaffen. Neben 13 Kommunen in Baden-Württemberg wird das Projekt auch vom Informationsstrategieorgan des Schweizer Bundes (ISB), der Stadt Freiburg, dem Kanton Solothurn (Schweiz), dem Bundesverwaltungsgericht Lausanne, dem Freistaat Bayern und der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich getragen. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Unternehmen wie IBM, AMD, Sun, Canonical und Red Hat die Initiative.

(Markus Feilner)
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