Open Source im professionellen Einsatz

Open Suse 13.2 ist da

05.11.2014

Die neue Version der Distribution Open Suse 13.2 bringt einige größere Änderungen mit. So kommt standardmäßig das neue Dateisystem Btr-FS zum Einsatz, es gibt ein generalüberholtes Installationsprogramm und das Konfigurationswerkzeug Yast hat dazu gelernt.

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Die Installation von Open Suse braucht nur noch drei Schritte. Anders als die Vorgängerversionen muss Open Suse 13.2 während des Installationsvorgangs nicht neu booten. Stattdessen startet einfach das auf die Platte gebannte System. Als Bootmanager dient Grub2. Den Systemstart steuert Systemd, um die Netzwerkeinrichtung kümmert sich ab sofort die neue Komponente Wicked.

Die Partition mit dem Betriebssystem formatiert das Installationsprogramm standardmäßig mit Btr-FS, für die Partition mit den Heimatverzeichnissen bietet Open Suse hingegen XFS an - die Vorversionen nutzten noch durchgehend Ext4. Open Suse 13.2 ist damit gleichzeitig eine der ersten Distributionen, die das noch relativ junge Btr-FS standardmäßig einsetzt.

Yast basiert jetzt vollständig auf der Skriptsprache Ruby. Das Konfigurationswerkzeug soll damit nicht nur flotter und stabiler arbeiten, in der aktuellen Version kommt es auch besser mit Systemd zurecht. Ein neues Yast-Modul erstellt mit Hilfe von Snapper komfortabel Snapshots auf Btr-FS-Partitionen.

Neben diesen Neuerungen haben die Entwickler auch die enthaltene Software auf den aktuellen Stand gebracht. So verwendet Open Suse 13.2 den Linux-Kernel in Version 3.16, das standardmäßig aktive App Armor liegt in Version 2.9 bei. Bei der Desktop-Umgebung haben Anwender die Wahl zwischen der KDE SC 4.14, Gnome 3.14, Mate 1.8.1, Xfce 4.10, LXDE 0.55, Enlightenment 19 und Awesome 3.4.15. Wer mag, darf auch schon Plasma 5 ausprobieren.

Administratoren freuen sich über PHP 5.6.1, Qemu 2.1 und Docker 1.2, Entwickler über die KDE Frameworks 5, Python 2.7.8 und 3.4.1. Einen Überblick aller Neuerungen von Open Suse 13.2 (mit dem Codenamen „Harlequin“) verschafft die offizielle Ankündigung. Herunterladen lässt sich die neue Version auf der entsprechenden Download-Seite als ISO-Image. Dort stehen auch verschiedene Live-Systeme bereit.

(Diese News erschien zuerst auf der Webseite Linux-Community.de.)

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