Open Source im professionellen Einsatz

Open-Source-Enquete in Zeitnot

12.03.2012

Die angekündigte Projektgruppe des Bundestags zu Open Source lässt auf sich warten.

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Jenseits der Mühen gewöhnlicher Gesetze und Verordnungen setzt der Deutsche Bundestag ab und zu so genannte Enquetekommissionen ein, die sich um Grundsätze komplexer Zukunftsfragen kümmern, beispielsweise den demografischen Wandel oder die Gentechnologie. Die seit Mai 2010 tagende Enquetekommissionen "Internet und digitale Gesellschaft" besteht aus 17 Bundestagsabgeordneten und 17 Sachverständigen sowie dem Internetforum https://www.enquetebeteiligung.de als eine Art 18. Sachverständiger. Diese parlamentsinterne Politikberatung plante mit insgesamt 16 Projektgruppen verschiedene Digital-Themen zu beackern.

Zwischen Oktober 2011 und Januar 2012 sollte sich eigentlich auch eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz des FDP-Abgeordneten Jimmy Schulz zum Thema "Interoperabilität, Standards, Open Source" konstituieren.

Der Abgeordnete Jimmy Schulz (43) wartet optimistisch auf den Start der Projektgruppe "Interoperabilität, Standards, Open Source" in der Internet-Enquetekommission.

Auf Anfrage des Linux-Magazins räumt nun das Büro des langjährigen Linux-Anwenders ein, dass die "intensiven Diskussionen in den anderen Projektgruppen" die Arbeit in der Enquetekommission insgesamt verzögert hätten. Deswegen werde die Projektgruppe Open Source auch später als geplant eingesetzt. Schulz' Sprecherin versichert jedoch: "Nichtsdestotrotz wird die Projektgruppe ausreichend Zeit bekommen, die Themen zu diskutieren." Die Einschätzung erscheint recht optimistisch, da die Enquetekommission bis zum Beginn des parlamentarischen Sommerpause 2012 ihren Abschlussbericht vorlegen muss.

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