Open Source Day 2012 der OSBA
Der größte deutschsprachige Open-Source-Verband traf sich am Dienstag in München, um sich in Vorträgen auszutauschen und in der Mitgliederversammlung Vorstand und Haushalt zu bestätigen. Dabei räumten so manche Sprecher mit alten Open-Source-Mythen auf.
Dienstag nachmittag, IHK München. Die Open Source Business Alliance trifft sich zum alljährlichen Open Source Day. Nachdem zunächst Ehrenvorsitzender Karl-Heinz Strassemeyer anekdotenreich die Besucher begrüßte, stellte Vorstand Peter Ganten in seinem Vortrag die OSBA vor, samt Zielen, Mission und Membership Value. Noch mehr Mitglieder wolle man erreichen, und dafür zukünftig auch verstärkt medial aktiv werden. Das Ziel des Vereins sei es nicht, die eingenommenen Mitgliedsbeiträge einfach nur anzusparen, sondern sie sinnvoll auszugeben, und so allen Mitgliedern zu nutzen, sagte Ganten.
Mit sieben Mythen über Open Source Software räumte anschließend Karsten Reincke von der Deutschen Telekom auf: Mit OSS könne man kein Geld verdienen, sie sei das Gegenteil von kommerziell oder proprietär, sie sei immer kostenlos und nur für Gutmenschen geeignet. Alle Modifikationen müssten weltweit veröffentlicht werden, die Entscheidung hin zu freier Software sei irreversibel und Dynamische Links befreien von der Veröffentlichungspflicht. All diese Aussagen kursieren als Vorurteile im OSS-nahen Umfeld, und alle sind größtenteils falsch, haben aber einen wahren Kern, meint Reincke und zerlegt die Aussagen.
Weiter geht's mit dem europäischen OSEPA- und dem Limux-Projekt und einer Podiumsdiskussion, die den Vergleich ziehen will zwischen Unternehmen und Behörden: Muss OSS mehr Wert sein oder spielen Kennziffern wie das eingesparte Kapital keine Rolle?, ehe ein Rückblick auf 10 Jahre OSBA-Geschichte (der Verein war 2011 aus Linux-Verband und Lisog hervorgegangen) die Mitgliederversammlung mit langwierigen Abstimmungen und Präsentationen der Haushalte und Vorstände einleitete.





