Open Source im professionellen Einsatz

Open Network Foundation will Datenströme lenken

22.03.2011

Versehen mit Branchengrößen wie Google, Deutsche Telekom, Cisco, IBM und HP soll eine Open Network Foundation entstehen, die Standards für programmierbare Netzwerke entwickeln will.

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Die Universitäten Standford und Berkeley sind mit dem technologischen Unterbau namens Software-Defined Networking (SDN) und dem zugehörigen Software-Interface Open Flow beschäftigt. Open Flow soll, salopp ausgedrückt, den Datenverkehr unterwegs beeinflussen und Verfahren entwickeln, um etwa zeitlich begrenzte Datenverbindungen mit gebündelter Kapazität zu schaffen. Neue Dienste für Haushalte sind ebenfalls denkbar, etwa Überwachungsangebote oder die Steuerung der Haustechnik. Erster Schritt der Foundation sei es, Open Flow als Standard weiterzuentwickeln, die beiden Universitäten sind schon seit rund sechs Jahren an der Entwicklung tätig, und ihn dann denn Mitgliedern der Foundation lizenzkostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Das Konzept beinhaltet auch Sicherheitsfaktoren, und Energieeinsparungen sind ebenfalls möglich, indem etwa Router bei Unterbeschäftigung abgeschaltet werden können. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Broadcom, Brocade, Ciena, Cisco, Citrix, Dell, Deutsche Telekom, Ericsson, Facebook, Force10, Google, HP, IBM, Juniper Networks, Marvell, Microsoft, NEC, Netgear, NTT, Riverbed Technology, Verizon, VMware und Yahoo. Die Open Network Foundation will im April ihre Arbeit aufnehmen. Direktor wird Dan Pitt, ein so genannter Veteran der IT-Branche.

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