Obacht vor Oracle: Aus Hudson wird Jenkins
Das Hudson-Projekt, das Software für Continuous Integration entwickelt, ändert seinen Namen in Jenkins, um möglichen Markenansprüchen von Oracle auszuweichen.
Das hat Andrew Bayer, einer von Hudsons Hauptentwicklern, im Blog des Softwareprojekts bekannt gegeben. Das Unternehmen Oracle ist seit dem Sun-Ankauf Eigentümer des Hudson-Codes, zumindest jener Teile, die Kohsuke Kawaguchi in seiner Zeit als Sun-Angestellter geschrieben hat. Nun habe Oracle Schutz für die Marke Hudson in den USA und der EU beantragt, bloggt Bayer.
Vorbeugend möchte das Projekt nun den Namen Hudson hinter sich lassen, um unabhängig vom neuen Eigentümer arbeiten zu können. Der neue Name lautet Jenkins und soll, wie der alte, nach einem dienstbeflissenen Butler alter englischer Art klingen. Die neue Bezeichnung wandere in den Namen von Domains und Mailinglisten Repositories, heißt es im Blogeintrag. Den Vorschlag, den alten Markennamen in die Obhut eines Dritten wie dem Software Freedom Conservancy zu geben, habe Oracle abgelehnt, schreibt Kohsuke Kawaguchi in seinem Blog.
Daneben möchten die Entwickler auch ihre Server von Oracles Infrastruktur auf eigene Maschinen migrieren. Beim Übergang des Java.net-Hosting auf den neuen Besitzer hatte es bereits Unstimmigkeiten gegeben (wir berichteten).
Ein Interim-Vorstand soll in den kommden drei bis sechs Monaten über die Belange von Hudson/Jenkins entscheiden. Dessen Mitglieder sollen Bayer und Kawaguchi sein - und der Oracle-Mitarbeiter Winston Prakash, falls der Konzern weiterhin am Projekt teilnehmen möchte. Eine Stellungnahme von Oracle steht laut Andrew Bayer noch aus.





