Wenn Kostas Koudaras und Stella Rouzi gerade nicht ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen - er ist Feuerwehrmann, sie arbeitet neben dem IT-Studium im elterlichen Recyclingbetrieb -  dann organisieren sie zusammen mit vielen anderen Freiwilligen die 2013er Ausgabe der Opensuse Conference - mit der Hilfe von Sponsoren wie Cisco (Hardware), der Aristoteles-Universität (LAN) und dem (staatlichen) griechischen Provider Grnet (Internet).

Das Olympische Museum in Thessaloniki (CC-AS-SA, Thessaloniki Olympic Museum)

Das Olympische Museum in Thessaloniki (CC-AS-SA, Thessaloniki Olympic Museum)

Olympisch

Die findet zum ersten Mal nicht in Nürnberg oder Prag statt, sondern im nordgriechischen Thessaloniki, im Olympic Museum, vom 18. bis 22. Juli. Ohne die vielen "Greekos" wäre das schwer zu managen, zu viele typisch griechische Aufgaben (Logistik, Internetanbindung,...) sind zu lösen. "In Griechenland haben eigentlich nur die Universitäten Breitband-Internet, sonst gibt es nur UMTS, wenn überhaupt. Aber Open Source erlebt gerade jetzt, wohl auch wegen der Wirtschaftskrise, einen Boom in Griechenland", erklärt Koudaras.  

Freiwillige

Zusammen mit der Susecon, die die Enterprise-Kunden der Nürnberger Softwareschmiede bedient, und dem Open Suse Summit, der sich eher an die (nord-)amerikanische Community richtet, ist die Open Suse Conference das jährliche Treffen der Suse-Entwickler und -Fans. "Die ist zu 100 Prozent von Freiwilligen organisiert, vor allem von Kostas, Stella und Henne [Vogelsang]", erklärt Community-Manager Jos Poortvliet im Gespräch mit dem Linux-Magazin. "Für die Anmeldung haben wir ein eigenes Eventmanagement-Tool entwickelt,", erklärt Rouzi. Das hört auf den Namen OSEM (Open Source Event Management) hört und wickelt viele der komplizierten Administrationsaufgaben ab.

Call for papers

Bis 17. Juni läuft da jetzt noch der Call for Papers, als Sprecher hat bereits Prominenz wie der FSFE-Gründer Georg Greve (Keynote), Gnome-Urgestein Vincent Untz, Suses "SQL ninja" Michal Hrušecký und viele andere zugesagt. "Wir wünschen uns ausdrücklich nicht nur Opensuse-Vorträge, wir sind da offen - wie in den letzten Jahren", sagt Poortvliet.