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OSADL: Open Source trifft Industrie

Das Open Source Automation Development Lab (OSADL) hat auf der Hannover Messe Industrie eine Vortragsreihe unter dem Motto "Open Source meets Industry" abgehalten. Mit führenden Kernel-Entwicklern als Vortragende wollte die Genossenschaft Linux und Open Source der Industrie bekannt machen.

Mit den rund 150 Teilnehmern zeigte sich Carsten Emde "sehr zufrieden". Emde ist Geschäftsführer der Ende 2005 gegründeten Genossenschaft OSADL. Carsten Emde zieht ein positives Fazit: "Die, die wir ansprechen wollten, sind gekommen." Damit meint er Vertreter zum Beispiel von Maschinenbau, Automobilherstellern und -zulieferern. Emde berichtete im Gespräch mit Linux-Magazin Online von interessiertem Feedback auf den Gängen während der Konferenz. So habe man gelobt, dass "Linux ein Gesicht bekommen hat."

Unter den Sprechern befanden sich die Kernel-Maintainer Thomas Gleixner, Alan Cox und Andrew Morton. Auch Greg Kroah-Hartmann vom Linux-Treiber-Projekt und "Linux-Evangelist" Bruce Perens stellten Open Source vor, ebenso wie der deutsche OSS-Rechtsanwalt Till Jäger von der Ifross. Als Zuhörer fanden sich die Kernel-Entwickler Christoph Hellwig, Marcel Holtmann und Andi Kleen ein.

Neben Carsten Emde zählte zu den elf Gründungsmitgliedern auch die Linutronix GmbH, die Thomas Gleixner gehört. Bis heute hat sich die Mitgliederzahl auf 21 erweitert. OSADL sei entstanden, weil es noch keine Interessensvereinigung für Linux und Open Source im Segment der Automatisierungsindustrie gegeben habe, berichtete Emde: "Was fehlte, war so eine Art OSDL für Automation."

Das nächste große Ziel hat die Genossenschaft schon in Angriff genommen: Sie will ein Zertifizierungsverfahren für Open-Source-Software entwickeln. Damit sollen Automatisierungshersteller Linux in sicherheitskritischen Umgebungen einsetzen können, zum Beispiel in Weichenstellanlagen der Bahn.

(Anika Kehrer)
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