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OOocon 2010: Symphony-Team behebt über 50 Speicherlecks in Open Office 3.1

Das IBM-Team von Lotus Symphony arbeitet zurzeit mit viel Manpower an der Umstellung von Open Office 1.1 auf 3.1. Dabei haben die Entwickler zahlreiche Bugs korrigiert.

In seinem Vortrag "Memory Leaks in Symphony 3" zeigte der chinesische Entwickler JianFang Zhang in Budapest, wie man Speicherlecks findet, behebt und in Zukunft vermeidet. Dabei wies der Entwickler zunächst auf das Problem hin, dass es relativ wenige Tools gibt, die überhaupt den Speicherverbrauch von Open Office zuverlässig messen. Zudem gebe es gewisse Tools (Valgrind, UMDH) entweder nur für Linux/Mac oder nur für Windows, was das Debugging erschwere.

Dennoch gelang es dem chinesischen Symphony-Team von IBM, bei der Umstellung von Open Office 1.1 auf Open Office 3.1 sehr viele Speicherlecks zu ermitteln. Die 20 wichtigsten davon hat das Team beim Open-Office-Projekt bereits als Bug gemeldet und passende Patches bereitgestellt. Weitere Bugreports sollen folgen.

Im zweiten Teil seines Vortrags zeigte Zhang Methoden, um Speicherlecks in Open Office zu finden. Die meisten Leaks fand das IBM-Team automatisiert durch das Microsoft-Tool User Mode Dump Heap und Rational Purify von IBM selbst, das auf allen Plattformen läuft. Bei den Leaks handelt es sich in der Regel um zyklische Referenzen in UNO (rund 40 Prozent) oder schlichte Programmierfehler, bei denen der Speicher nicht wieder freigegeben wird (über 30 Prozent). Eine Schwierigkeit beim Messen stellt der Cache dar. Zhang empfiehlt den Testwilligen, zunächst die diversen Chaches für Fonts, Bitmaps und so weiter so gut wir möglich zu füllen und erst danach mit den Speichertests zu beginnen. Einfache Tests lassen sich aber auch mit dem Taskmanager durchführen, sofern man über einen längeren Zeitraum hinweg misst.

Durch die Arbeiten an Symphony 3 gelang es dem IBM-Team, den Speicherverbrauch von Writer, Draw und Presenter beim mehrfachen Öffnen und Speichern von vier Testdokumenten teilweise um 400 MByte zu verringern, von über 600 MByte auf unter 200 MByte. Wer sich selbst vom Speicherverbrauch von Lotus Symphony ein Bild machen möchte, lädt die aktuelle Beta 4 von Symphony 3 herunter. Das Release der finalen Version ist für Oktober 2010 geplant.

(Marcel Hilzinger)
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