Die Liste der OMD-Gründer kann sich sehen lassen: Autoren wie Wolfgang Barth, Gerhard Laußer, Maintainer und Entwickler wie Matthias Kettner (Check_Mk), Lars Michelsen (NagVis), Jörg Linge (PNP4Nagios), sven Nierlein (Thruk) und Stefan Hösl haben gemeinsam eine eigene, angepasste Nagios-Distribution veröffentlicht.

Hinter dem Kürzel OMD verbirgt sich eine aktuelle Nagios-Version plus eine umfangreiche Sammlung von Plugins und Addons, die Admins sonst nur auf umständlichen Wegen installieren konnten. Anspruchsvolleren Anwendern, die modernere Plugins benötigten, die nicht in den vorkompilierten Nagios-Paketen der jeweiligen Distributionen enthalten, blieb da bisher nur der Weg über den Source Code. Diese Lücke will OMD füllen und bringt dabei bereits einige interessante Features mit:

Mehrere Monitoring-Instanzen pro Host sind möglich, die mit unterschiedlichen Benutzerrechten laufen können. OMD kommt als Debian und RPM-Paket für Centos, RHEL, SLES, Debian und Ubuntu. Wer dennoch eine Quellcode-basierte Installation bevorzugt, findet Skripte, die ihm die Erstellung eigener, angepasster Tarballs vereinfacht.

Laut den Gründern haben die Entwickler in OMD viel Know-how einfließen lassen, dass sonst nur jahrelange Nagios-Anwender umsetzen. So liegen beispielsweise alle Daten, auf die häufig zugegriffen wird, in einer RAM-Disk, was die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich erhöht.

In Nürnberg läuft heute und morgen die von Netways veranstaltete Open Souce Monitoring Conference 2010, Linux-Magazin Online überträgt den Live-Stream, und in der Linux-Magazin Akademy steht ein kompletter Online-Kurs über Nagios zur Verfügung.