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O-Töne zur Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle

Oracle betont Integrationsniveau, Sun offene Standards: In einer Telefonkonferenz kommentierten im Anschluss an die Kauf-Ankündigung mehrere Oracle- und Sun-Manager den Deal.

Oracle und Sun hätten gemeinsam den Marktvorteil, mit vereinten Kräften von Kopf bis Fuß integrierte Systeme anzubieten. Darin waren sich alle einig. "Wir können jetzt alle Teile des Technologie-Stacks aufeinander abstimmen: Storage, Rechner, Betriebssysteme, Datenbank, Middleware und Anwendungen", erläuterte Lawrence Ellison, CEO und Gründer von Oracle.

Die Sun-Vertreter Scott McNealy und Jonathan Schwartz brachten die Open-Source-Perspektive ein. Von Seiten Oracles fehlten entsprechende Statements. Nur das Wort "offene Standards" fiel auch auf Seiten Oracles ein Mal. "Wir glauben beide an offene Standards und Communitys", versicherte aber Scott McNealy, der Vorstandsvorsitzende des gekauften Serverherstellers. Noch tragender formulierte es CEO und Sun-President Jonathan Schwartz: "Das ist ein wahrhaft bedeutsamer Moment für die Industrie, in dem zwei Technologietypen ihre Kräfte vereinen und das einzige System auf dem Markt anbieten, das integriert und offen ist." Das Wörtchen "und" betonte er ganz besonders. Schwartz sieht das um Sun bereicherte Unternehmen Oracle im Chor mit dem Käufer als "neuen Marktführer für die Ganzheit von Datenzentren". Schwartz ging sogar so weit, Oracle als den zukünftigen Open-Source-Anführer zu nennen - wegen Open Solaris, MySQL und Java sowie der daran hängenden Communitys.

Über die Zukunft von MySQL oder Open-Source-Projekten jenseits von Java, etwa Open Office, fiel jedoch kein Wort. Antwort von Oracle auf die Anfrage durch Linux-Magazin Online steht noch aus.

Auf Seiten Oracles sprachen noch Charles Phillips und Safra Catz, die beide den Titel "President" tragen. Während Catz die finanziellen Details herunterlas, die auch der Mitteilung zu entnehmen sind, bekräftigte Charles Phillips wie Larry Allison die Bedeutung von Java für das Middleware-Geschäft. Von Java und Open Solaris verspricht sich der Softwarehersteller viel, arbeiten seine Datenbank-Produkte doch mit beiden zusammen. "Solaris ist die führende Unix-Technologie", hieß es von Oracle, und: "Linux ist die Nummer Zwei und auch wichtig."

(Anika Kehrer)
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Kommentare (2)
von
Mr. Houch,
21.04.2009 12:38
Pessimismus?
Ich sehe das ganze nicht so schwarz. Schließlich sind die Lizenzen ja nicht umsonst frei und somit geht die Entwicklung weiter. Dann eben nur noch in der Community.

Also für mich ist das eher eine Bewährungsprobe für Open-Source
von
Christian,
21.04.2009 10:35
Ein schwarzer Tag für Open Source...
Ich hoffe Oracle gibt Open Office ab/frei...von MQSQL müssen wir uns sicher ganz verabschieden...

Klasse Strategie, damit kann dann Oracle seine Open Source Ambitionen im Bereich der Datenbanken wieder eintüten.

Fork, Fork, Fork...

MariaDB wird einen unglaublichen Siegeszug antreten...wie es schon Firefox getan hat.