O-Töne zum Sun-MySQL-Deal
16.01.2008
Am Tag der Übernahmeverkündung MySQLs durch Sun nahmen Jonathan Schwartz und Marten Mickos in einer öffentlichen Telefonkonferenz zu der Übernahme Stellung. Linux-Magazin-Online hat zugehört.
Schwartz betonte den enormen Wachstumsschub, den die Zusammenlegung für beide Seiten bedeute: "Die Zusammenarbeit wird beiden Seiten rapiden Wachstum bescheren. Es geht hier nur um Wachstum", und er fügte hinzu, "und es geht um Investitionen in die Community". Den Open-Source-Aspekt griffen die beiden Parteien einige Male auf. So verwies die Firma MySQL auf ihre Geschichte, in der von Anfang an freie Software eine große Rolle gespielt habe und die immer von enger Kooperation zwischen Open-Source- und Business-Modellen gekennzeichnet gewesen sei. Die Firma Sun konstatierte gar: "Wir sehen die Zukunft von Datenbanken im Open-Source-Bereich."

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Sun-CEO Jonathan Schwartz betont die sprungartig gewachsene Kundenpalette und erwartet merkliches synergetisches Wachstum.
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Die Motive für den Verkauf liegen laut MySQL-CEO Marten Mickos ironischerweise im Markterfolg der freien Datenbank: "MySQL hat enorme Schritte zurückgelegt", so Mickos, der als Beispiele den Einsatz bei der Deutschen Telekom und bei der Schwedischen Nationalpolizei anführte. "Wir bewegen uns mittlerweile in kritischen Hochleistungsumgebungen. Die Übernahme stärkt uns den Rücken, solche Kunden zu bedienen", führte er aus. Auch Sun bestätigte, dass "wir für die Sicherheit sorgen können".

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Mysql-CEO Marten Mickos freut sich über Rückenstärkung durch Sun für kritische Hochleistungsumgebungen.
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Warum sollte die Firma Sun, die ihr eigenes Betriebssystem Solaris an den Mann bringen möchte, ausgerechnet eine Datenbank wie MySQL wollen, die hauptsächlich auf Linux-Systemen läuft? Der MySQL-Chef beschrieb die Besonderheit seines Produkts damit, dass MySQL von Anfang für die Online-Welt entworfen wurde, während alle anderen Datenbanken eher offline im Backend-Bereich angesiedelt sind. Die jetzt nicht mehr selbstständige Firma visiert webbasierte Architekturen an. Sun, so Jonathan Schwartz, finde an MySQL "genial", dass eine Vielzahl verschiedener Kundentypen bedient werden könnten, zum Beispiel im Bereich Telekommunikation oder Eingebettete Systeme. "Das war eine wichtiges Argument für uns", stellte Schwartz fest, "dass wir mit MySQL zusammen eine viel größere Palette an Kunden abdecken können."
(Anika Kehrer)
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