Open Source im professionellen Einsatz

Nvidia veröffentlicht neues Video-API

18.11.2008

Der für Linux-Grafiktreiber zuständige Nvidia-Manager Andy Ritger hat auf der X.org-Mailingliste eine neue API verkündet. Es soll unter Unix-Systemen Decodierung und Anzeige bei Nvidias Grafik-Prozessoren verbessern.

170

Das so genannte V"ideo Decode and Presentation API for Unix" (VDPAU) ermöglicht Zugriff auf die GPU zur Decodierung von MPEG1, MPEG2, H.264 und VC1. Weiter bietet das API Zugriff auf die Weiterverarbeitung, zum Beispiel Entfernung von Bildrauschen, und Timestamp-abhängige Präsentation der Bilder. Das Interface ist aufgeteilt in ein Core- und ein Fenstersystem-Modul. Das Core-Modul soll möglichst große Unabhängigkeit vom unterliegenden Fenstermanagement gewähren, doch einige Funktionen sollen durch die Programmierschnittstellen des Fenstersystems zugänglich sein.

Laut der Ankündigung ist die API Teil des Nvidia Display-Treibers 180.06 für Intel-32- und AMD-64-Architekturen. Es liegt erst im Beta-Status mit eingeschränkter Funktionalität vor. Auch gibt es die Programmierschnittstelle bislang nur für Geforce-Grafikprozessoren der 200-er Serie und diverser 8xxx-er und 9xxx-er Modelle. Die Ankündigung enthält auch einen Link zu VDPAU-Patches für FFMpeg and MPlayer - bei der Linux-Hardwareseite Phoronix gibt es bereits einen Kurz-Benchmark dazu. Auf dem Download-Server von Nvidia finden Interessierte eine HTML-Dokumentation mit weiteren Informationen.

Ähnliche Artikel

  • Nvidia erneuert proprietären Grafiktreiber

    Mit Unterstützung für Grafikkarten neueren Datums und diversen Bugfixes hat Nvidia seine Grafiktreiber für Linux, Solaris und FreeBSD in Version 346.59 veröffentlicht.

  • Nvidia gibt den quelloffenen NV-Grafiktreiber auf

    Der für Linux-Grafiktreiber zuständige Nvidia-Manager Andy Ritger hat auf der X.org-Mailingliste bekannt gegeben, dass das Grafikchip-Unternehmen Nvidia seinen quelloffenen 2D-Videotreiber nicht mehr für neue Chips weiterentwickelt. Er empfiehlt, den Vesa-Treiber zu benutzen.

  • Neuer Nvidia-Treiber korrigiert Bugs

    Nvidia hat seine Linux-Treiber aktualisiert und diverse Fehler bereinigt.

  • Ffmpeg mit GPUs

    Videos verarbeiten stellt Benutzer meist vor eine harte Geduldsprobe, selbst wenn der eingesetzte Rechner über eine schnelle CPU und viel Arbeitsspeicher verfügt. Mit dem nötigen Wissen und der passenden Hardware macht er dem Prozess jedoch über die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte Beine.

  • Nvidia unterstützt Optimus

    Der proprietäre Nvidia-Treiber 319.12 unterstützt in Ansätzen die Optimus-Technik. Diese erlaubt das Umschalten zwischen einem Onboard- und einem dedizierten Grafikchip.

comments powered by Disqus

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.