Nvidia unterstützt Optimus
Der proprietäre Nvidia-Treiber 319.12 unterstützt in Ansätzen die Optimus-Technik. Diese erlaubt das Umschalten zwischen einem Onboard- und einem dedizierten Grafikchip.
Der veröffentlichte Beta-Treiber kann derzeit lediglich ein berechnetes Bild an den zweiten Onboard-Grafikchip oder einen externen USB-VGA-Adpater weiterreichen. Wer die neuen Funktionen ausprobieren möchte, benötigt zudem einen Linux-Kernel in Version 3.9 und einen X-Server ab Version 1.13 mit Randr 1.4.
Die neuen Funktionen im Treiber 319.12 verwenden die von Nvidia in den Kernel eingebrachten „Prime Helpers“, die wiederum Teil der Prime-Infrastruktur sind. Im Gegensatz zu anderen Treiberschnittstellen erlauben sie auch den Einsatz von Grafiktreibern, die nicht unter der GPL stehen. Die offizielle Ankündigung des Nvidia-Treibers 319.12 erwähnt die Umschaltung nur nebenbei, erst die Dokumentation liefert ausführlichere Informationen.
Die Optimus-Technik kommt in vielen Notebooks zum Einsatz. In ihnen sorgt im Normalbetrieb ein Strom sparender (Intel-)Grafikchip für längere Laufzeiten, während in 3-D-Programmen oder Spielen ein leistungsfähigerer Nvidia-Grafikchip übernimmt. Unter Linux war das Umschalten zwischen den beiden Chips jedoch mangels Treiberunterstützung nur mit dem Hilfsprogramm Bumblebee möglich.
Derweil hat Thierry Reding ein paar Patches eingereicht, Dank denen der quelloffene Grafiktreiber für Nvidias Tegra-Chips eine erste Unterstützung der 3D-Engine bietet. Eine vollständige 3-D-Beschleunigung ist damit aber noch nicht möglich. Tegra ist ein SoC von Nvidia, der neben einem ARM-Prozessor auch einen Grafikprozessor und eine Video-Einheit enthält.





