Open Source im professionellen Einsatz

Nvidia: Linux-Grafiktreiber jetzt auch für GeForce 8800 GT, GTS und M

21.12.2007

Grafikkartenspezialist Nvidia hat auf seiner Webseite eine neue Version der Linux-Treiber veröffentlicht. Version 169.07 unterstützt jetzt erstmals die Chipsätze GeForce 8800 GT, GTS 512 und 8800M.

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Die Entwickler haben zudem zahlreiche Bugs und Fehler der Vorgängerversionen behoben, vor allem Benutzer von SMP-Systemen und Geforce-8-Karten sollen von den Neuerungen profitieren.

Im Test von Linux Magazin Online erwies sich die neue Version mit dem von den Distributionen mitgelieferten Werkzeug Glxgears als durchschnittlich zwei bis drei Prozent langsamer als die Vorgängerversionen. Auf einer frisch installierten Opensuse 10.3, über die Online-Repositories auf den aktuellen Stand gebracht, erreichte die letzte Version des Treibers unter dem Testwerkzeug Glxgears noch gut 2160 Frames pro Sekunde, die kürzlich von Nvidia bereitgestellte Version schafft da nur knapp 2100 FPS, was knapp 3 Prozent weniger Leistung entspricht. Unter Ubuntu 7.04 konnten die Tester nur einen Unterschied von knapp 2 Prozent feststellen, laut Glxgears allerdings auf einem niedrigeren Niveau: Hier schafft das getestete System gerade mal 2040 (alter Treiber) bzw. 2000 FPS (neuer Treiber). Subjektiv konnten die Tester in 3-D-Anwendungen kaum einen Unterschied erkennen, aber Systeme, die bereits an der Leistungsgrenze arbeiten könnten davon betroffen sein.

Glxgears enthüllt: Der neue Nvidia Treiber erreicht im Test weniger Frames per second (FPS) als die Vorgängerversionen.

Der Treiber steht auf Nvidias Homepage zu Download. Neben 3D, Direct Rendering bringt Nvidia seit Multihead-Modi inklusive 3d-Unterstützung. Mit Desktops wie KDE, die Xinerama unterstützen, können Benutzer 3D-Anwendungen über mehrere Monitore skalieren und verschieben. Abbildung 2 zeigt die Opengl-Billard-Simulation Foobillard über zwei Monitore, während im Vordergrund das 3D-Rennspiel Torcs geladen ist.

Mit den Nvidia-Treibern kein Problem: 3D mit Xinerama. Vorne die Renn-Simulation Torcs, im Hintergrund Foobillard. Gerade für die großen Snooker-Billard-Tische bieten sich zwei Monitore an.

Anwender von Opensuse können ein derartiges Multihead-Setup sogar über Yast einstellen, Ein Suse-Howto für die Installation der Nvidia-Treiber ist hier erhältlich.

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