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Novells Manager schwärmen von Microsoft-Kooperation

Novells Technikchef Jeff Jaffe beginnt in seinem Firmenblog das Jahr 2008 mit einem lauten "Weiter so" und feiert die Microsoft-Kooperation als Erfolg.

Auch der Marketingleiter, John Dragoon, findet in seinem Blogeintrag zum Jahreswechsel nur lobende Worte für die Zusammenarbeit. Er beruft sich dabei auf die Marktforscher von Gartner, wonach in 67 Prozent aller Datenzentren eine Kombination aus Linux und Windows eingesetzt würde. "Diesen wachsenden Markt zu bedienen war die treibende Kraft hinter unserer Partnerschaft mit Microsoft."

Der Chief Technology Officer Jaffe findet zu dem Thema wesentlich mehr Argumente. Analysten hätten der Kooperationsvereinbarung mit Microsoft sofort applaudiert, und der Verlauf des Jahres 2007 bestätigt seiner Meinung nach den Erfolg dieser strategischen Entscheidung. Als einen Hauptgrund für die erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Gebiet Interoperabilität nennt er unter anderem die Arbeit des Entwicklers Miguel de Icaza: "Als Microsoft sah, wie Miguel de Icaza die Moonlight-Technologie in Rekordzeit geschaffen hat, bat uns Microsoft, ihr Silverlight-Framework auf den Linux-Desktop zu bringen. Können Sie sich vorstellen, dass Microsoft ein Linux-Verkäufer ist?" In seiner Lobeshymne sieht Jaffe sein Unternehmen als führend in Bezug auf Linux und Interoperabilitität, außerdem bezeichnet er Novell auch als "sozial engagierten Bürger". Als Grund hierfür zieht er die Absichtserklärung der beiden Unternehmen heran, die Zusammenarbeit bei barrierefreier Software zu verstärken (Linux-Magazin Online berichtete).

Die gestiegenen Auftragszahlen und Umsätze in 2007 nennt Jaffe als weiteren Beleg für den Erfolg. Wer die Zahlen in Novells Geschäftsbericht 2007 betrachtet, findet dort einen weiteren, ganz handfesten Grund für die Zufriedenheit mit der Microsoft-Kooperation: Im Geschäftsjahr 2007 zahlte Microsoft aus der Vereinbarung insgesamt 355,6 Millionen US-Dollar an das Unternehmen. Novells Gesamtumsatz belief sich auf 932 Millionen US-Dollar, bei einem Nettoverlust von 44,4 Millionen US-Dollar. 2006 steht dem ein Nettogewinn von 18,6 Millionen US-Dollar gegenüber.
Die Lobeshymnen der Novell-Manager auf die Microsoft-Zusammenarbeit werden von Beobachtern nicht uneingeschränkt geteilt: Folgend einer Prognose über führende Open-Source-Unternehmen in 2008, soll Novell als Open-Source-Unternehmen keine große Rolle spielen. Als Grund nennt der Autor die Kooperation mit Microsoft.

(Britta Wülfing)
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