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Novell gibt Ausblick auf SLES 11 und verbündet sich mit VMware

Bei den Virtualisierungsanbietern werden die Allianzen geschmiedet: Novell und VMware reihen sich nun in die Riege ein und verkünden eine strategische Zusammenarbeit. Gleichzeitig bietet der Linux-Distributor eine Vorschau auf die kommende Version 11 des Suse Linux Enterprise Server (SLES).

Erst vor wenigen Tagen hatte Red Hat seine Kooperation mit Microsoft verkündet, unmittelbar gefolgt von einer Ausblick auf die hauseigene Virtualisierungsstrategie. Dann rückte Citrix mit Microsoft enger zusammen, kündigte einige Produkte an, inklusive des künftig kostenlosen Xen Enterprise Server.

Novell will da nicht nachstehen und schließt den Virtualisierungsbund mit VMware. Die beiden Unternehmen wollen daran arbeiten, dass die Unternehmensdistribution SLES als virtuelle Appliance unterstützt wird. Hierzu sollen Software-Hersteller eine kostenlose Version von VMware Studio auf Basis von SLES nutzen, um hierauf eigene virtuelle Applikationen für VMware-ESX-Server zu entwickeln. Novell betrachtet die Virtualisierungsplattform VMware Studio hierbei als Ergänzung ihres Baukastens Suse Studio für SLES-Anwendungen. Als einer der ersten Anbieter will der Open-Source-Backupanbieter Zmanda "bald" ein passendes Produkt über die VMware-Plattform "Virtual Appliance Marketplace" anbieten. In einem weiteren gemeinsamen Projekt wollen die beiden Unternehmen an einer eigenen virtuellen Appliance-Variante arbeiten. Die neue Kooperationsvereinbarung erstreckt sich außerdem auf gemeinsamen Support und Marketingaktivitäten, wechselseitig für VMware ESX-Produkte und SLES.

Unterdessen laufen die letzten Arbeiten an der kommenden Version 11 von SLES auf Hochtouren. SLES 11 soll einige zusätzliche Funktionalitäten im Systemmanagement erhalten, ebenso arbeitet das Entwicklerteam am Energiemanagement. Über so genannte Kontrollgruppen soll die Rechnerleistung besser ausgenutzt werden, indem Prozessorleistung, Speicher, RAM und Netzwerkressourcen exakter zugeteilt werden können. Weitere Stromspareffekte soll der SLES dadurch erreichen, indem der Ruhezustand nicht genutzter CPUs besser gehalten wird. Gleichfalls neu dabei sein wird ein so genannter Update-Stack. Er soll Abhängigkeiten schneller auflösen und damit die Aktualisierung einzelner Softwarepakete erleichern. Eine vereinfachte Verteilung von Softwarepaketen verspricht Novell durch Verbesserungen am Yast Systemmanagement inklusive dem Yast Partitionierer.

Anwender, die den SLES 11 noch vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin Ende März testen wollen, können sowohl den Server wie auch den Desktop (SLED) in der Alpha-Version als „Sneak Preview“ auf der Novell-Webseite ordern.

(Britta Wülfing)
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