Wer auf die Webseite von Jolla geht, dem zeigen die Entwickler erst einmal die Party zum offiziellen Launch. Da stehen die ehemaligen Nokia-Entwickler auf der Bühne, schwenken Tablets und Smartphones und erklären, möglichst viele ("all sorts") von Geräten unterstützten zu wollen, mit dem "ersten wirklich offenen und freien Ökosystem für mobile Geräte". Man wolle eine echte Alternative zu proprietären, von Geschäftsmodellen getriebenen Modellen bieten, und so mit viel OSS neue Geschäftsmodelle für jedermann ermöglichen, ist da zu hören.

Eine zentrale Rolle nehmen dabei QT (Sailfish Silica Qt ), QML, aber auch HTML5 ein. Und Sailfish wird auch Android-kompatibel sein und so vom großen App-Vorrat der Google-Plattform profitieren. Das findet vor allem in China startet das Projekt nach Angaben der Verantwortlichen derzeit viel Anklang, man habe mit D.Phone bereits einen der größten chinesischen Mobilfunkprovider als Kunden.

Sailfish -- ein Wortspiel für

Sailfish -- ein Wortspiel für "egoistisch", so soll Jollas Linux-OS für mobile Geräte heißen.

Das SDK dafür gibt es - passend zur Linux- und OSS-Strategie - zunächst nur für Linux-Anwender, allerdings sowohl in 32 als auch 64 Bit, der Download umfasst etwa 700 MByte. Auf der Webseite des Systems mit dem egoistischen Namen ("we are selfish!") findet sich auch ein Design Guide, Entwicklerdokumentation und zahlreiche Links für die Community - wie Mailinglisten, Wiki und Foren.