Open Source im professionellen Einsatz

Ninja-Blocks-Projekt ist pleite

11.05.2015

Die Macher der offenen, Linux-basierten Ninja Blocks und Ninja Sphere sind pleite, weil während der Produktion der Sphere das Geld ausging. Sie wollen nun den Quellcode für die Sphere-Software veröffentlichen und letzte Geräte ausliefern. Die Kunden zeigen Verständnis.

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Die traurige Neuigkeit teilten die Macher ihren Unterstützern am Freitag auf ihrer Diskussionsseite mit und ernten überwiegend Verständnis. Man habe 300 Ninja Spheres produziert, weitere 300 seien halbfertig, bräuchten aber mehr Geld zur Fertigstellung. Falls es gelänge, noch genügend finanzielle Mittel aufzutreiben, wolle man die 300 unfertigen Exemplare noch fertigstellen und ausliefern.

Bei der Ninja Sphere handelt es sich um ein Internet-der-Dinge-Hub auf Basis von Ubuntu Snappy Core, das Bluetooth LE, Zigbee und Wlan beherrscht und als zentrales Steuerungsgerät für die Heimvernetzung dient, Golem.de liefert detaillierte Infos zu dem Gerät. Das trat die Nachfolge der Ninja Blocks an, die 2012 mit Hilfe einer Kickstarter-Kampagne finanziert wurden.

Der Plan sei nun, zumindest je eines der fertigen Exemplar an die Unterstützer zu schicken, auch wenn man so diejenigen enttäusche, die mehrere bestellt haben. Wer in den letzten Monaten über die Webseite eine Sphere bestellt hat, bekommt sein Geld zurück, Kickstarter-Supporter erhalten hingegen die Geräte.

Daten speichert die Sphere in der Sphere Cloud, die nun auf einen kleineren Server umziehe, um Geld zu sparen. Für die Ninja-Blocks-Cloud habe man ebenfalls eine kostengünstigere Alternative gefunden, aber womöglich müsse man sie irgendwann abschalten. Von der Veröffentlichung des Quellcodes erhoffe man sich, dass das Projekt am Leben bleibe und von der Community weitergetragen werde.

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