Neues Linux-Kompetenz-Zentrum in Russland
Die in ganz Russland verbreitete Gesellschaft "AjTi" (IT) hat auf ihrer Webseite die Gründung eines Kompetenzzentrums für Linuxunterstützung bekanntgegeben.
Dort angestellte Spezialisten werden Firmen unterstützen, welche Open-Source-Software einsetzen bzw. einsetzen wollen, in dem sie Problemlösungen vorbereiten und anleiten. Das Ziel, Kunden mit neuen sowie am besten geeigneten Problemlösungen zu beliefern, ist laut Firmenmitteilung ein weiterer Schritt der AjTi-Strategie, das bestehende Dienstleistungsangebot im OSS-Sektor auszubauen.
Zukünftig können sich Firmen an das Linux-Unterstützungszentrum wenden, die ihre bestehende IT-Struktur auf Open-Source-Lösungen migrieren wollen. Bei der Planung von neuen, auf OSS basierenden IT-Systemen und heterogenen Netzen hilft AjTi ebenso wie bei Linux-Schulungen für ihre Mitarbeiter.
Die Gründung des Linux-Kompetenz-Zentrums fußt auf der Kooperation mit VDEL, einem russischen Red-Hat-Distributor. Die Zusammenarbeit zwischen AjTi und VDEL besteht seit August 2007. AjTi wird seinen Kunden raten, Red Hat Enterprise Linux mit PostgreSQL, OpenOffice.org und IBM Lotus Symphony einzusetzen.
Der Einsatz freier Software erfreut sich in Russland zunehmender Beliebtheit, was auf das schnelle Wachsen des dortigen IT-Marktes zurückzuführen ist. Analysten des Instituts IDC zufolge wuchs der Markt in Russland im vergangenen Jahr um 26% und wird dieses Wachstum auch beibehalten. Zudem sind die oftmals sehr hohen Lizenzgebühren proprietärer Software ein Grund für viele Firmen, sich für Open-Source zu entscheiden. Zusätzliche Punkte, die aus Sicht russischer Firmen für den Linux-Einsatz sprechen, sind die bekannte gute Konfigurierbarkeit und Administration sowie Stabilität und Sicherheit. Auch die geplante Migration russicher Schulen auf das freie Betriebssystem, die vermutlich für nachwachsende Linux-Anwender sorgt, dürfte sich als förderlich erweisen.





