Das österreichische Unternehmen VDEL will mit dem neuen Linux-basierten Paket Open Referent mit Lotus-Anwendungen den Unternehmensdesktop erobern.
Unter dem Namen Open Referent Desktop kombiniert das Unternehmen die hauseigenen Applikationsdienste zum Dokument-Management mit dem Betriebssystem Red Hat Linux und den Lotus-Software-Anwendungen von IBM für E-Mail, Kalender und Dokumente. Bei der Lotus-Software handelt es sich im Wesentlichen um das Paket, das “Big Blue” unter dem Namen Open Collaboration Client gemeinsam mit Linux-Unternehmen bewirbt. IBM hatte im Januar eine Desktop-Offensive gestartet und zielt gemeinsam mit Linux-Unternehmen auf Microsoft-Kunden (Linux-Magazin Online berichtete).
Das Wiener Unternehmen VDEL vermarktet Linux-Lösungen in Zentral- und Osteuropa und Russland, und hat hier bereits erste Kunden für das Paket gefunden: Als einer der ersten unterschrieb die Post von Russland einen Vertrag. In Testinstallationen soll der Umstieg von Microsoft-basierten Desktops auf die Linux-Lösung geprüft werden. Die Mitteilung zitiert den stellvertretenden Direktor der Post von Russland, Andrey Pogodin: “Die Post von Russland mit 42.000 Poststellen im ganzen Land kann damit die TCO ihrer IT erheblich senken.”
Aktuell arbeiten IBM und VDEL daran, ihr Produktpaket auf die hohen Datenschutzanforderungen in Behörden abzustimmen. Auf ihrer Webseite verweisen sie darauf, dass die Server-Plattform Red Hat Enterprise Linux diese dank der Sicherheitszertifizierung EAL 4+ bereits in den USA, Europa und Russland erfüllt.



