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Neuer Zweig soll x86-Kernel-Code vereinigen

Ein neuer x86-Zweig im Kernel soll die bisherigen Zweige x86 und x86_64 vereinigen.

Kernel-Entwickler Thomas Gleixner hat die Idee zur Diskussion gestellt, die derzeit getrennten Entwicklungszweige für 32 Bit- und 64 Bit-x86-Code wieder zusammenzuführen. So sei es einfacher, Änderungen und Verbesserungen einzupflegen. Derzeit landen einige Fixes nur im besser gepflegten x86_64-Zweig, bemängelte Gleixner. Außerdem biete die Zusammenlegung die Möglichkeit, jede Menge alten Code loszuwerden. Linus Torvalds unterstützt den Vorschlag, durch die doppelte Fehlerbehebung gehe viel Zeit verloren.

Gleixner hebt die Ähnlichkeiten der gesamten x86-Familie hervor, deshalb sollte sie von einem einzigen Architekturzweig unterstützt werden. Kompatibilitätsprobleme fürchtet Gleixner nicht: In allen 64-Bit-CPUs sei noch die Möglichkeit implementiert, 32-Bit-Kernel auszuführen und dies, da ist sich Gleixner sicher, werde noch einige Generationen lang so bleiben. Bestandteile, die nur für 32-Bit-Code notwendig seien, ließen sich eventuell in einen Unterzweig "legacy" verschieben.

Ein weiterer Entwickler führt als Argument für die Zusammenlegung der 32- und 64-Bit-Zweige an, dass es bei Power-PC-Code ebenfalls funktioniert habe. Es sei nun deutlich einfacher Fehler auszumerzen und neue Funktionen zu implementieren.

(Jan Rähm)
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