Open Source im professionellen Einsatz

Neuer Security-Report von IBM

21.11.2014

Mit einem neuen X-Force-Report stellt IBM seine jüngsten Erkenntnisse zur Computersicherheit vor.

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Laut dem aktuellen IBM X-Force-Report für das vierte Quartal 2014 steht Deutschland in der Rangliste der Länder, die Websites mit Malware hosten, „nur noch“ auf Platz drei – hinter den USA und China. Der Platztausch erfolgte mit dem Reich der Mitte, in dem fast eine Verdopplung infizierter Links verortet werden kann. Zudem hat die Anzahl der für die Steuerung von Botnetzen missbrauchten Server (Comand-and-Control-Server, C&C) zwar gegenüber dem Vorjahr in allen von den IBM X-Force untersuchten Ländern abgenommen, dies weist jedoch nicht auf eine Entspannung der Situation bei der IT-Sicherheit hin. Eher steckt ein Strategiewechsel der Cyberkriminellen dahinter: Sie verteilen ihre Aktivitäten auf immer mehr Länder. Neue Sicherheits-Anforderungen ergeben sich auch durch das Internet der Dinge, Industrie 4.0  und die stetig wachsende Anzahl der damit verbundenen Geräte.
Auch bei der geographischen Verteilung von Command-and-Control-Servern (C&C) für die Steuerung von Botnetzen liegen die USA mit rund einem Viertel aller kontaminierten Systeme an erster Stelle. Darauf folgen Russland mit 9 Prozent sowie Südkorea, China und Deutschland, die sich allesamt zwischen 7,2 und 6 Prozent bewegen.
Bei der Anzahl infizierter Systeme pro eine Million ergibt sich ein anderes Bild: Hier bewegen sich die USA sogar außerhalb der Top 20 auf Platz 25. An der Spitze steht nunmehr Hong Kong dicht gefolgt von Litauen, Bulgarien, Slowakei und Tschechien. Bei der Anzahl der C&C-Server pro Million Systeme ist es ähnlich: Litauen steht hier an der Spitze, gefolgt von Weißrussland, Russland, Slowakei und Ukraine – USA auf Platz 28.

Internet der Dinge mit neuen Herausforderungen für die Sicherheit

Der aktuelle IBM X-Force Report befasst sich auch mit der Absicherung des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT). Laut den Analysten von IDC werden bis zum Jahr 2020 mehr als 30 Milliarden Geräte ans IoT angeschlossen sein, ein guter Teil davon auch vor dem Hintergrund der Industrie 4.0-Entwicklung. Das X-Force-Team  fordert deshalb neue Herangehensweisen, um Konsumenten und Unternehmen zu schützen. Dazu zählen etwa sicherere Authentifizierung-Methoden und Zugriffskontrollen sowie bessere Anwendungssicherheit und der Schutz personenbezogener Daten.

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