Open Source im professionellen Einsatz

Neue Raspbian-Version

02.12.2016

Für den Mini-Computer Raspberry Pi ist die neue Version 2016-11-25 der Distribution Raspbian erhältlich. Sie behebt vor allem Fehler und stopft Sicherheitslücken. Darüber hinaus gibt es in Kürze neue Erweiterungsplatinen für den Mobilfunk, falls die Finanzierung klappt.

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Raspbian nutzt bereits seit der letzten Version die neue schlanke Desktop-Umgebung Pixel, die ihrerseits auf LXDE basiert. In Raspbian 2016-11-25 kommt ab sofort die neue Variante Pixel 1.1 zum Einsatz, die vor allem kleinere Fehler beseitigt.

SSH abgeschaltet

Des Weiteren haben die Entwickler das Betriebssystem weiter abgesichert und dazu den SSH-Dienst standardmäßig deaktiviert. Um ihn über das Programm „raspi-config“ aktivieren zu können, müsste man allerdings einen Bildschirm und eine Tastatur anschließen – was jedoch in einigen Einsatzbereichen nicht möglich ist. Die Entwickler haben sich deshalb einen zusätzlichen Weg einfallen lassen: Anwender müssen lediglich auf der SD-Karte im Verzeichnis „/boot“ eine Datei namens „ssh“ anlegen. Die Datei kann leer oder einen beliebigen Inhalt besitzen - sie muss lediglich existieren. Sofern der Raspberry Pi beim Booten diese Datei entdeckt, schaltet er automatisch den SSH-Dienst ein. Die Entwickler raten zudem dringend, beim Einsatz von SSH das Standard-Passwort des Benutzers „pi“ zu ändern und so potentielle Angriffe ins Leere laufen zu lassen.

Platinen für den Mobilfunk

Des Weiteren bietet die Hardware-Firma Sixfab im Rahmen einer Crowdfunding-Aktion auf Kickstarter mehrere günstige Erweiterungsplatinen an, mit denen der Raspberry Pi über das Mobilfunk-Netz kommunizieren kann. Erhältlich sind die sogenannten Shields für das GPRS-, 3G- und LTE-Netz. Ergänzend gibt es noch eine GPS- und eine Xbee-Platine. Die Preise beginnen bei 30 Dollar für das GPRS-Shield, die Auslieferung ist für den März geplant.

Wer mit einem der Shields liebäugelt, sollte zunächst am Ende der Kickstarter-Seite in den FAQs prüfen, ob die Shields die passenden Frequenzen des Mobilfunkbetreibers unterstützten. Des Weiteren handelt es sich um eine Crowdfunding-Aktion, die Platinen muss das Unternehmen folglich erst noch produzieren. Das wiederum ist erst der Fall, wenn die dafür vom Unternehmen angesetzte Summe von 50.000 US-Dollar erreicht ist.

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