Open Source im professionellen Einsatz

NetworkManager 1.4 veröffentlicht

29.08.2016

In den meisten Distributionen übernimmt der NetworkManager die Einrichtung der Netzwerkkarten. Jetzt haben die Entwickler eine neues „Major Release“ veröffentlicht, das zwar interessante, aber überschaubare Änderungen mitbringt.

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Der NetworkManager 1.4 kann jetzt bei Ethernet-Schnittstellen die MAC-Adresse auswürfeln. Dies soll vor allem das Tracking erschweren. Benutzer können eine komplett zufällige Adresse wählen oder einfach unterschiedliche MAC-Adressen in verschiedenen Netzen verwenden. Für WLAN-Geräte stehen die gleichen Modi zur Verfügung, wobei der NetzworkManager dabei nicht mehr auf die Hilfe von wpa-supplicant angewiesen ist.

Des Weiteren gibt es eine API, über die sich Snapshots der Netzwerkkonfiguration nutzen lassen, die nach einem Timeout automatisch ein Rollback durchführen. Diese Schnittstelle sollen vor allem Konfigurationswerkzeuge wie Cockpit nutzen.

Eine neue „dns-priority“-Eigenschaft bei den IPv4- und IPv6-Einstellungen kann dazu benutzt werden, die Reihenfolge der Server in der resolv.conf festzulegen. Zudem lassen sich jetzt die Tokenised IPv6 Identifiers konfigurieren.

Das Kommandozeilentool „mmcli“ haben die Entwickler ebenfalls verbessert und sich dabei an Nutzervorschlägen orientiert. So ist jetzt die Syntax von „connection add“ konsistent mit „connection modify“. Ohne Parameter liefert „mmcli“ jetzt einen Überblick über alle Netzwerkschnittstellen (ähnlich zu ifconfig). Sämtliche Neuerungen listet die offizielle Ankündigung auf.

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