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Nächste Emanzipationsschritte bei Fedora

In dem neunköpfigen Vorstand haben die gewählten Projekt-Repräsentanten auf Betreiben des neuen Projektleiters von Fedora ab sofort die Stimmenmehrheit.

Nach dem Release von Fedora 9 wählt die Community neue Vorstandsmitglieder. Das erste Mal seit Zusammentreten des Vorstands im Jahr 2006 sind die gewählten Mitglieder mit fünf statt vier Personen in der Überzahl, weil die von Red Hat entsendeten Fedora-Vorständler nur noch vier statt fünf sind. Auf diese Änderung wies der neue Fedora Projektleiter (FPL) Paul Frields auf der Fedora-Announce-Mailingliste mit Stolz als seine erste Amtshandlung hin.

Für die Wahl zum Vorstandsmitglied kann sich ab sofort jeder selbst vorschlagen. Die Erwartungen an Vorstandsmitglieder sind in der Ankündigungs-Mail beschrieben.

Paul Frields ist seit März 2008 Projektleiter bei dem Community-Linuxprojekt von Red Hat. Das Unternehmen mit Hauptsitz in North Carolina bezahlt den Projektleiter von Fedora vollzeit. Jeder FPL durchläuft einen klassischen Bewerbungsmarathon, an dem der Fedora-Projektvorstand beteiligt ist, aber auch Red-Hat-Manager und -Personaler.

Red Hat arbeitet eng auch mit ehemaligen Projektleitern zusammen. Der letzte FPL Max Spevack ist nach der Amtsübergabe Red-Hat-Beschäftigter geblieben und kürzlich im Auftrag Red Hats als Community-Entwickler nach Europa gekommen. Er soll zum Beispiel die FUDCon organisieren und Fedora auf Veranstaltungen wie dem Linuxtag unterstützen. Er soll auch Jboss-Entwickler kontaktieren: Mit Jboss macht Red Hat laut den Geschäftszahlen und der Einschätzung des neuen CEOs Jim Whitehurst zur Zeit gute Erfahrungen. Die Zahlen von Red Hat im vergangenen Jahr sind gut (wir berichteten). Die Dynamik im Open-Source-Sektor schätzte Whiteburst als sehr stark ein. Die Entwicklungen bei Fedora, zum Beispiel auch die Vereinsgründung für Fedora-Linux in EMEA (Europe, Middle East, Africa), die Unabhängigkeit vom Hauptsponsor zum Ziel hat, könnte davon Zeugnis ablegen.

(Anika Kehrer)
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