Nach dem Einbruch: Fedora plant Schlüssel-Migration
Bei einem Einbruch in die Server des Fedora-Projekts wurde möglicherweise ein kryptografischer Schlüssel kompromittiert. Nun diskutiert das Projekt, wie sich dieser ablösen lässt.
Auf einem der vom Einbruch betroffenen Rechner befindet sich ein Schlüssel zum Signieren von Fedora-Softwarepaketen (Linux-Magazin Online berichtete). Es gibt zwar keine Hinweise, dass der Angreifer die passende Passphrase in Erfahrung gebracht hat, Fedora möchte den Schlüssel aber auf jeden Fall austauschen.
Der Red-Hat-Mitarbeiter und Fedora-Gründer Warren Togami hat nun auf der Release-Engineering-Mailingliste eine Vorgehensweise vorgeschlagen.Sein Plan sieht vor, dem Schlüssel noch kurz zu trauen und die Anwender mit einem damit signierten Fedora-Release-Paket zu versorgen. Es konfiguriert die Paketverwaltung jedoch auf ein neues Repository mitsamt neuem Schlüssel um. Nach und nach sollen alle Pakete für Fedora 8 und 9 sowie die Update- und Testing-Pakete mit dem neuen Schlüssel signiert werden und im neuen Repository angeboten werden. Ein-RPM-Update schließlich soll den alten Schlüssel von den Rechnern der Anwender entfernen. Laut Togamis Mail ist dieser Migrationsplan vom Security-Team abgesegnet. Fedora 10 soll einen eigenen, neuen Schlüssel verwenden.





